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Empfehlung des Tages: Endless Wellness – Hand im Gesicht

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„In der Psychologie Heute haben’s g’sagt / Dass den hochsensiblen Leuten der Schutzpanzer fehlt“, dröhnt es in der Hook, kurz danach dann in einem Anflug schonungsloser Ehrlichkeit: „An manchen Tagen will ich leben / Und an ander’n lieber nicht“. Irgendwo dazwischen werden intimste Kindheitserinnerungen vom nackig durchs Haus flitzen und dem folgenden Tadel verarbeitet. Alles in allem klingen Endless Wellness beim Ersteindruck nicht so sehr nach Endless Wellness, wie ihr Bandname die vier Freunde aus Wien ankündigt.

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Statt gesitteter Wallpaper-Harmonie und abgerundeten Kanten gibt’s „Fuzz-Folk“ auf die Ohren, oder Liedermacher-Punk oder vielleicht doch einfach unbequemen Indie-Pop? Vergleiche zu Isolation Berlin oder Wanda kommen in den Sinn und wie besagte Bands, verstehen sich Endless Wellness bestens darauf, die Hemmungen fallen zu lassen und einfach ehrlich zu sein. Ehrlich im ruppigen Gitarren-Spiel, ehrlich beim denkbar simplen Musikvideo und nicht zuletzt eben auch im Songwriting, dass mit obskurem Vokabular eine universale Thematik vertextet: die große Herausforderung, in seinen Körper hineinzuwachsen. Heraus kommt dabei ein Lied über Scham, das gar nicht so verschämt klingt und ein krachendes Debüt für die Wiener von Endless Wellness.

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