Empfehlung des Tages: error – Vergeben (ans Leben)
Der Künstler Error aus Hamburg hat mit „Vergeben (ans Leben)“ nicht nur seinen Beziehungsstatus offengelegt – zumindest im übertragenen Sinne – sondern auch eine Liebeserklärung an das Sein verfasst. Error selbst sagt zum Song: Die Zeile „Dein Leben braucht dich mehr als du ahnst“ ist die Übersetzung eines Gedankens, der mich selbst tröstet. Vielleicht empfinden unsere Leben uns als genauso anstrengend, nervenaufreibend & sprunghaft wie wir sie. Was, wenn wir am Ende niemals allein waren, sondern immer in Gesellschaft unseres eigenen Lebens?. Ein spannender und irgendwie auch tröstlicher Gedanke.
Der Song klingt nicht nur textlich hoffnungsvoller als vergangene Releases wie „Die Hälfte von Nichts“, sondern auch instrumentell bunter und poppiger. Opulent orchestriert mit Drums, E-Gitarren und Cello vertont Error die instrospektive Coming-of-Age-Story: „Das erste Mal vors Jugendzentrum gekotzt, Die erste Kippe, Erstes Mal schwarzer Block, Das erste Mal heulen zu deinem Lieblingssong, Gibt nichts was zwischen euch kommt“, heißt es in den Lyrics. Wie aus der Vogelperspektive beobachtet Error also die unzertrennliche Liebesbeziehung eines Menschen mit sich selbst. Wir sind auf jeden Fall Fan von so viel Poesie und vor allem von Errors musikalischer Entwicklung.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.