Empfehlung des Tages: Fever Ray – Carbon Dioxide
Das schwedische Musik-Projekt The Knife war in den frühen 2000ern wegweisend für die Entwicklung von Elektropop hin zu dem, was er heute ist. Seit sich das Geschwister-Duo 2014 getrennt hat, macht Karin Dreijer als Fever Ray solo weiter und feierte mit dem Selftitled-Album 2009 beachtliche Erfolge. Nachdem in den letzten fünf Jahren nur ein Live-Album sowie diverse Remixe erschienen, gibt es nun endlich neue Musik aus dem Studio. Mit „Carbon Dioxide“ beschwört Fever Ray dank Produktion vom ehemaligen Projektpartner Olof Dreijer den The Knife-Sound von damals wieder herauf.
Die Geschwister-Kombi funktioniert immer noch
„Carbon Dioxide“ klingt erstmal etwas kompliziert. Geläufiger ist uns im Alltag vielleicht die deutsche Bezeichnung „Kohlenstoffdioxid“ oder die chemische Formel „CO2“. Für Fever Ray ist der Begriff eine Metapher für die frische Verliebtheit, die mit der zweiten Single für das kommende Album „Radical Romantics“ beschrieben werden soll.
Die Sounds dazu erinnern an den kühlen, präzise geformten Elektropop den Karin Dreijer, wie Fever Ray eigentlich heißt, früher im Rahmen von The Knife mit Olof Dreijer erschaffen hat. Kein Wunder: Fever Rays Bruder Olof hat den neuen Song mit produziert, genauso auch zwei andere Songs auf dem kommenden Album. Die bewährte Kombi funktioniert auch bei „Carbon Dioxide“: Dreijers Stimme erhebt sich schrill über den blubbernden Untergrund aus Synthesizern und peitschenden Four-To-The-Floor-Beats, die zum Ende des Songs völlig aus dem Ruder laufen.
„Carbon Dioxide“ erforscht dabei nur eine von vielen Formen und Arten der Liebe, die „Radical Romantics“ allesamt inspiriert haben. Das neue Album fungiert als erstes neues Studiomaterial von Fever Ray seit dem 2017er Album „Plunge“ und soll am 10. März 2023 erscheinen.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.