Empfehlung des Tages: Fewjar – Autobahn
Eine Kombination aus den Gorillaz, Bon Iver und Caribou, gemixt mit nostalgischen Vibes von den Talking Heads, Queen oder Talk Talk – so klingen Fewjar und veröffentlichen seit etwa zwölf Jahren zeitgenössischen Indie Pop. 2009 gründen Jakob Joiko und Felix Denzer, in deren Namen auch der eigentliche Bandname seinen Ursprung findet, die Band mit dem gewissen Etwas, denn Fewjar bringen nicht nur tanzbare Rhythmen und Feel-Good-Roadtrip-Vibes in deiner Airpods, sondern überzeugen auch mit viel Sympathie und Charme.
2017 findet auch Bandmitglied Nummer drei, Andre Moghimi seinen Platz in der Band und komplettiert damit das Berliner Dreigespann. Gemeinsam tüfteln sie in kompletter Eigenregie an all dem, was Fewjar ausmacht: Vom Artwork über Sound bis hin zum Musikvideo wird jeder Arbeitsschritt in detailverliebter DIY-Manier angegangen und als Band-Aufgabe gelöst.
Bisher empfing die hiesige Indie-Landschaft das Trio und ihren tänzerisch-leichtlebigen, Disko-inspirierten Sound mit offenen Armen und ließ Zahlen für sich sprechen: So verschaffte die treue Beziehung mit ihrer Community Jakob, Felix und Andre nicht nur den ersten Auftritt vor 10.000 ZuschauerInnen, sondern auch Musikvideos mit bis zu einer Millionen Klicks. Etwas weniger Aufrufe, dafür aber umso mehr positive Kommentare hagelte es vor wenigen Tagen unter dem aktuellen YouTube-Clip des Trios zu ihrer Single „Autobahn“.
Fewjar – Autobahn
„Autobahn?“, fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere, denn Fewjar sind eigentlich dafür bekannt, englischsprachige Musik zu veröffentlichen. Nicht so in ihrer brandneuen Single „Autobahn“, in der die dreiköpfige Band die Biligualität und ihre Vorzüge für sich entdecken. So einfach wird dann aus „when the other half of me comes to life“ im zweiten Pre-Chorus die Zeile „wenn die andere Hälfte Besitz ergreift“ und sorgt damit für den ganz besonderen Kniff. Und selbst die eingängige Hook „i’m a wrong way driver / auf der Autobahn / auf Irrfahrt immer weiter / doch Licht ist immer da da da“, die wir schon nach der zweiten Wiederholung perfekt mitsingen können, spricht definitiv für das sprachliche Experiment.
Dazu gibt es natürlich auch ein sehenswertes Musikvideo mit ordentlich Interpretationsspielraum. Wer sich also gemeinsam mit Fewjar auf einen ereignisreichen Roadtrip begeben möchte, der ist im Clip zu „Autobahn“ herzlichst dazu eingeladen.
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