Empfehlung des Tages: Fontaines D.C. – Skinty Fia
Die irische Band Fontaines D.C. lebt in England und erlebt dort immer wieder Skepsis und Unmut aufgrund ihrer Nationalität. Diese Gefühle der Spannung beim Aufeinanderprallen von zwei Kulturen verarbeiten sie in ihrer neuen Single „Skinty Fia“, sowie auf ihrem bald erscheinendem, gleichnamigem Album.
Fontaines D.C. – Skinty Fia
„Skinty Fia“ bedeutet wortwörtlich übersetzt „Die Verdammnis des Rehs“ und wird als Schimpfwort verwendet. Frontsänger Grian erzählt, dass es für ihn nach Mutation klingt und damit irgendwie sein Leben in der irischen Diaspora einfängt. Der Begriff Mutation ist für ihn aber nicht nur negativ aufgeladen. Auf die irische Kultur in England bezogen, sei es einfach ein unvermeidlicher Prozess, bei dem etwas Neues entsteht.
Mystik trifft auf experimentellen Rock
Im Musikvideo sehen wir zwar keine Mutanten, jede Menge Grusel- und Mystik-Feeling wird dank maskenverhüllten Gesichtern und Kerzenlicht bei einer Untergrund-Party aber trotzdem erzeugt. Die Idee der Kultur-Muation wird textlich durch die Linse einer Beziehung eingefangen, die durch Exzess und Paranoia zum Scheitern verurteilt ist: „I hated you away from the very start / I seen you sticking to your smile, it’s gone and broken my heart.“
„Skinty Fia“ gibt für das kommende, dritte Album den Ton an, womit ein neues musikalisches Terrain betreten wird. Die düsteren Rock-Klänge des 2020 erschienenem Album „A Hero’s Death“ werden weiterhin präsent sein – aber noch verträumter und experimenteller als bisher. Das könnte evntuell auch daran liegen, dass die Band ihr Album bewusst nachts produzierte, um einer gewissen Strukturiertheit, die das Tageslicht so mit sich bringt zu entfliehen.
„Skinty Fia“ ist nach „Jackie Down The Line“ und „I Love You“ bereits die dritte Auskopplung des Albums, das am 22. April in voller Länge gehört werden kann.
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