Empfehlung des Tages: Foster The People – Chasing Low Vibrations
Keine 2010er Playlist ohne „Pumped Up Kicks“ – so viel ist klar. Als Foster The People 2010 nur kurz nach ihrer Gründung in L.A. diesen Song veröffentlichten, war der jungen Indie-Band um Mark Foster (nicht Forster) wahrscheinlich noch nicht klar, dass sie gerade drauf und dran sind, einen DER Hits der Dekade zu landen. Doch es sollte so kommen, obwohl oder gerade weil „Pumped Up Kicks“ mit seinem Mix aus fröhlicher Indie-Pop-Instrumentierung und Texten über einen Jugendlichen mit Amoklauf-Fantasien eigentlich keine leichte Kost ist.
Trotzdem werden Foster The People seither viel zu oft auf diesen einen Song reduziert, dabei kann man hier wirklich nicht von einem One Hit Wonder. Die drei Alben ihrer bisherigen Diskographie halten einige großartig vertrippte Banger bereit und erhalten bald noch mehr Gesellschaft: Schon am 16. August soll ihr neues Album „Paradise State of Mind“ erscheinen. Mit „Chasing Low Vibrations“ gibt es jetzt die dritte Single zu hören.
Eine wohlige Indie-Umarmung
Während die beiden vorangegangen Songs „Lost in Space“ und „Take me Back“ noch psychedelischen Disco- und Funk-Sounds huldigten, ist „Chasing Low Vibrations“ vielleicht der bisher konventionellste Release des neuen Albums. Dabei ist „konventionell“ gar nicht herab wertend zu verstehen, im Gegenteil: „Chasing Low Vibrations“ gleicht einer wohligen Umarmung für alle, die ihr Leben in den letzten Jahren mit MGMT, Tame Impala oder eben den früheren Alben von Foster The People vertont haben.
Schimmernde Synthies und Flöten treffen auf klassische Indie-Elemente und die verträumte Stimme von Mark Foster, die im Refrain von einem Chor aufgefangen wird. Inhaltlich gleicht der Song einem Befreiungsschlag von all den Zweifeln und Ängsten, die man sich im langen und schmerzvollen Prozess des Erwachsen Werdens so auflädt: But all those nights that my lights went out again / Pouring my heart into a stranger’s bed / Too afraid to just look at myself and surrender / Saying, „You’re overreacting“ / But I was wrong / It just takes time.“
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