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Empfehlung des Tages: Friedrich – Lieben und Zerstören

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Tagged: Friedrich

„Wer ist Friedrich?“ – Mit dieser Frage begrüßt uns der gleichnamige Newcomer in einer Diskographie, die noch ziemlich leer erscheint. Die Frage ist also durchaus berechtigt: Wer ist er eigentlich, dieser Friedrich, der quasi über Nacht mit seiner Debütsingle „Lieben und Zerstören“ auf unserem Radar aufgetaucht ist?

Ein Blick in die Credits verrät, dass der Künstler hinter der Figur Wilko Gulden heißt. Und ein weiterer bekannter Name springt in den Blick: Dennis Borger, der bereits für den gitarrenlastigen Signature Sound von Betterov, Paul Weber und Trille verantwortlich war. Auch Friedrich setzt mit „Lieben und Zerstören“ auf die Gitarre, und doch kommt dabei ein ganz eigener, ganz neuer Sound heraus.

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Der Junge und die Liebe

Erst vor wenigen Jahren setzt sich der Newcomer zum ersten Mal mit dem Instrument auseinander, irgendwo in der Abgeschiedenheit des schwäbischen Hinterlandes. Schon seine ersten musikalischen Experimente schickt Friedrich durch Reverb- und Feedback-Filter – eine vage Ahnung, von dem dröhnenden Shoegaze-Versprechen, das seine erste Single „Lieben und Zerstören“ jetzt einlöst. 

Dem ersten richtigen Song hat Friedrich das mysteriöse Ambient-Stück „C’est l’histoire d’un jeune façonné par l’image de l’amour.“ vorausgeschickt, was zu Deutsch so viel heißt wie: „Dies ist die Geschichte eines Jungen, der vom Bild der Liebe geprägt ist“. Die schemenhaften Ambient-Sounds tragen sich weiter in seine Debütsingle, genauso wie die besagte Geschichte, die hier ihren Anfang nimmt: „Er darf nicht mehr bei dir sein / Er ruft es in die Nacht / Und wieder stehst du da“.

Endlich angekommen

Friedrichs klagender Gesang ist beeinflusst von Max Rieger, aber auch von großen Lyrikern und Schriftstellern wie Ferdinand von Schirach und Arthur Rimbaud. Immer wieder blitzen Gitarren durch, die zum Refrain dann ausbrechen und den Song tosend mit sich in den Abgrund reißen – ganz getreu dem Titel „Lieben und Zerstören“, den Friedrich eindringlich flüsternd wiederholt.

Mit Hilfe von Dennis Borger, sowie Niklas Stade (Neufundland) und Daniel Strohhäcker (Future Franz) hat er seinen ungestümen Sound geschliffen, ohne ihm die Kanten zu nehmen. Jetzt scheint jedes Knirschen und jedes Kreischen, jede flirrend angespielte Saite und jedes dröhnende Echo genau dort zu sein, wo es hinmuss. Damit wird „Lieben und Zerstören“ zu einer mächtigen, tragischen Noise-Hymne, die ganz und gar nicht nach einem vorsichtigen Vortasten in die Musikindustrie klingt – eher ein befreiender Schrei: Schaut mich an, ich bin hier, endlich. 

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