Empfehlung des Tages: Future Islands – Last Christmas
Manche mögen es klassisch mit „Stille Nacht, heilige Nacht“, andere stehen eher auf ikonische Ohrwürmer von Mariah Carey bis Frank Sinatra oder Punk-Alternativen wie „Weihnachtsmann vom Dach“ von Die Roten Rosen. Zu diesem bunten Sammelsurium an Optionen für den Soundtrack am Heiligabend kommen jedes Jahr aufs neue eigene Songs oder Cover-Versionen von Größen wie Sia, Sam Smith, Phoebe Bridgers oder Taylor Swift hinzu. In dieses illustre Riege gesellt sich diesmal eine Band, von der wir das nicht unbedingt erwartet hätten: Future Islands.
Weihnachten klingt dieses Jahr nach Synth-Pop
Noch dazu entscheiden sich die US-Amerikaner für einen absoluten Klassiker, an den sich viele gar nicht mehr herantrauen würden: „Last Christmas“ von Wham! – vielleicht DER Weihnachtssong, wenn man denn einen küren müsste. Obwohl dann Mariah Carey höchstwahrscheinlich ziemlich beleidigt aus der Wäsche schauen würde. Naja, zurück zu den Future Islands: Die verändern gar nicht so viel am berühmt-berüchtigten Sound von Wham! und geben dem Song nur ein kleines Synth-Pop-Makeover.
Vor allem die grummelige Bassline steht der Nummer erstaunlich gut und auch die alternativen Synthesizer-Klänge passen gut ins Gesamtbild. Einzig allein die rauchige, schwere Stimme von Samuel T. Hering, die ja so eigen ist und den Sound von Future Islands so besonders macht, kann nicht so ganz mit George Michaels Performance mithalten, die sich über die Jahrzehnte in die Synapsen gebrannt hat. Aber: Der Wille zählt! Und alle Indie- und Synth-Pop-Fans haben hiermit vielleicht eine würdige Alternative zu einem Song, der so Evergreen ist wie die Tannenbäume über denen er jedes Jahr aufs Neue erklingt.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.