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Empfehlung des Tages: Futurebae feat. Jesué – Lass Sie Reden

Posted in: News

Futurebae arbeitet gerne mit Gäst:innen zusammen, egal ob Rapper:innen wie Dissy, Synth-Pop-Acts wie Tropikel Ltd oder zuletzt der Pop-Allrounderin Dilla. Auch das Jahr 2022 schloss die Newcomerin in großer Runde mit einer „Futurebae & Friends Homecoming“-Show ab. Unerwartet ist es also nicht, dass die neue Single „Lass Sie Reden“ ein Feature parat hält. Was aber überrascht: Wenn man auf Spotify auf den nebulösen Namen des Gasts, Jesué, klickt, findet man weder Songs noch monatliche Hörer:innen. Arbeitet Futurebae also mit einem kompletten Anfänger zusammen?

Nein, denn: Jesué sollte einigen besser als Horst Wegener ein Begriff sein. Der Rapper hat vor wenigen Tagen seinen Vor- und Nachnamen gegen seinen Zweitnamen getauscht und startet nun komplett neu. Dass er durchaus Erfahrung hat, stellt er auf „Lass Sie Reden“ unter Beweis: Er haut nicht nur verbissen geflowte Rap-Verse mit einprägsamen Lines wie „Kiffe nicht mehr, doch ich bin the highest“ raus, sondern auch eine mit Futurebae gemeinsam gesungene Hook. Nebenbei hat er übrigens mit seiner Produktionsfirma WUPPERwerft auch noch das Musikvideo produziert. Dadurch wird „Lass Sie Reden“ eher zu einem Duett und man muss sagen: Ihre Stimmen harmonieren unverschämt gut.

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Der Beat von Dokii spielt da auch eine wesentliche Rolle: Düster, trappig und eigentlich simpel, aber eine perfekte Ergänzung zu den Pop- und R&B-Tendenzen, die bei Futurebae und Jesué mitschwingen. Von Dokii erwartet man aber auch hochwertige Beats, schließlich hat er auch schon für große Namen wie Nina Chuba, Mero oder Olexesh produziert.

Von Erwartungsdruck und Selbstreflexion

Inhaltlich setzen sich die beiden Rapper:innen mit Erwartungshaltungen von außen auseinander, wie Futurebae erklärt: „Ich werde oft gefragt, ob ich Druck verspüre, seit Musik nicht mehr nur ein Hobby ist, sondern auch meine Miete zahlen muss. ,Lass sie reden‘ ist die Antwort darauf.“  Denn ihr ist, auch in Reflektion der eigenen Texte, die sich oft um Party und ähnliches drehen, aufgefallen, „dass es manchmal vielleicht ein bisschen zu gut tut, die Gedanken im Rausch verschwinden zu lassen. Von außen ist es oft schwer einzuschätzen, ob jemand gerade einfach nur ‘ne gute Zeit hat, mal kurz die Sorgen vergessen will oder ob da vielleicht ein echtes Problem dahintersteckt.“ Somit wählt die Berlinerin auf „Lass Sie Reden“ ganz bewusst eine neue Perspektive und haut nebenbei auch einen absoluten Banger raus.

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