Empfehlung des Tages: Get Jealous – Sally
Beim Online-Dating geghostet zu werden ist eine unangenehme Erfahrung und eine der ärgerlicheren Errungenschaften des 21. Jahrhunderts. Also perfekt geeignet dafür, dem Phänomen einen wütenden Rock-Song zu widmen. Das Hamburger Punk-Trio Get Jealous macht in letzter Zeit ordentlich Welle in der Szene mit direkter, ehrlicher, rauer Musik, die genügend Sinn für Melodie hat. Ihre ganze Energie packen Otto (Gitarre und Gesang), Marek (Drums) und Marike (Bass) nun also in „Sally“.
Unverhoffte Absage
Dieser Song basiert auf einer echten Dating-Erfahrung von Otto: Otto lebte damals noch in den Niederlanden und lernte auf Tinder Sally kennen, eine Australierin, die in Utrecht, nahe Ottos Heimat, studierte. Es lief auch alles gut, sie wollten sich treffen, bis Sally das Date absagt und sich nicht mehr zurückmeldet. In Folge davon wurde prompt der Song geschrieben, welcher die unerfüllten Hoffnungen und bohrenden Zweifel behandelt.
Die Geschichte wird durch ein Instrumental erzählt, das in den Strophen Spannung aufbaut und in einem furiosen, aber unwiderstehlichen Refrain mündet. Zwischen Pop-Punk und Indie-Rock schwankt der Song und zieht aus beiden Genres das Gespür für Dynamik und catchy Melodien.
Video mit Sally-Cameo
Wer wissen will, wie Sally tatsächlich aussieht, sollte sich das Musikvideo anschauen, denn hier hat die echte Sally einen Gastauftritt. Otto meldet sich bei ihr und will sich mit ihr verabreden, doch Sally verrät, dass sie nach Australien zurückzieht. Das ist allerdings kein Hindernis, denn sofort wird beschlossen: Roadtrip nach Australien! Am Ende dieser Reise per Anhalter gibt es jedoch einen ärgerlichen Twist – aber wir wollen nichts vorwegnehmen.
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