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Empfehlung des Tages: Haaland936 – Nazaré

Posted in: News
Tagged: Haaland936

Haaland936 ist ein – entschuldigt die Floskel – Phänomen. Der aufstrebende Rapper findet erst seit wenigen Monaten in der deutschen Rap-Szene statt und hat es trotzdem geschafft, schon mit seiner ersten Single für ordentlich Furore zu sorgen. „City Carthago“ ist genauso sehr Hit wie auch Meme. Wegen den wallenden Haaren mit Apache-Swagger, wegen den genialen Wort-Malereien à la Abdi Süd und dem bouncenden Palmen aus Plastik-Sound, der den Song für jede Shisha-Bar-Playlist prädestiniert.

Mit der „936“ in seinem Künstlernamen hält der Newcomer die Flagge für seine Heimat Frankfurt-Sossenheim hoch, dementsprechend ist er auch bei einem Frankfurter Rap-Label gesigned: Seitenaufnull von SadiQ. Während „City Carthago“ inzwischen die erste Streaming-Million geknackt hat, erschien hier vor wenigen Tagen auch die zweite Single von Haaland936: „Nazaré“.

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Zwischen Frankfurt und Nazaré

Wenn der Anspruch des Newcomers war, bloß kein One-Hit-Wonder zu werden, so hat er das hiermit offiziell geschafft: Auch „Nazaré“ hat absolutes Ohrwurm-Potential. Das liegt vor allem an Haalands einzigartigem Vokabular, mit dem er, ähnlich wie Haftbefehl oder Celo & Abdi eine eigene, bildgewaltige Vision vom Leben in der rauen Ecken der Main-Metropole zeichnet. „In dem Blockviertel Blaulichtgefahr / Yamaha-Roller mit Downhill-Lenkrad / Sprint durch Exit / Auf meinen ASICS, Anzug Nike Tech Fleece“, sing-sangt Haaland936, alle Friends, Homies und Habibis echoen im Hintergrund „ooh-oh-oh“. Das titelgebende „Nazaré“ ist übrigens ein kleines Küstenstädtchen im Portugal, wo Haaland gerne mal mit Haschpaketen rumstreunert, wenn man der Hook glauben schenken darf.

Dazu liefert Produzent Carthago, dessen Producer-Tag jetzt schon legendär ist, einen Beat, der vom französischen Rap und arabesquen Einflüssen geprägt ist. Obwohl aus dem Umfeld des Seitenaufnull-Labels vor allem harter Straßenrap kommt, hat Haaland936 keine Angst vor Melodien, sondern im Gegenteil geradezu einen siebten Sinn, für catchy Flows, die noch lange im Kopf hängen bleiben. Gemeinsam mit seiner auffälligen Erscheinung inszeniert sich der Newcomer als Charakter, von dem wir jetzt schon fasziniert sind – und „City Carthago“ und „Nazaré“ scheinen erst der Anfang zu sein. 

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