Empfehlung des Tages: Half Alive – still feel.
Was lange währt, wird endlich gut. Wenn dieses Sprichwort perfekt zu einem Track passt, dann wohl zu „still feel.“. 2018 erscheint der vierminütige Feelgood-Song als eines der ersten musikgewordenen Lebenszeichen der US-amerikanischen Indie-Pop-Band Half Alive. Obwohl die Gruppe schon 2017 mit ihrer Debüt-EP „3“ ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit erreicht und ein Underground-Erfolg wahrnehmbar ist, will das ursprüngliche Duo, bestehend aus Drummer Brett Kramer und Sänger Josh Taylor, das nächste Level erreichen und ihre Reichweite vergrößern. Ebenso wie diese erweitert sich Half Alive auch um ein weiteres Mitglied – Bassist J. Tyler Johnson – und tritt fortan als Trio in Erscheinung. Um ihren Erfolg zu pushen, beschließen die drei, ihre Kontakte spielen zu lassen und ein Video mit Viralitäts-Charakter zu veröffentlichen. Das Ergebnis erscheint am 3. August 2018: Im Musikvideo zu ihrer Single „still feel.“ rücken die US-Amerikaner sich selbst, ihre Dancemoves sowie einige Performance-Szenen in den Fokus und veröffentlichen ein unterhaltsames Musikvideo in One-Shot-Optik. Der choreografierte Clip, der im „Popsicle LA“ gedreht wurde, bringt die drei Indie-Musiker zwar nicht an die Spitze der Charts und damit in den Mainstream, macht aber stattdessen Musikredakteure und Labels auf sie aufmerksam, sodass sie neben Lob und Aufmerksamkeit auf YouTube auch einen Major-Deal ergattern und 2019 ihre erste eigene Tour durch Großbritannien, die USA und Kanada spielen. Mit dem steigenden Interesse um Half Alive steigt die funkig jazzige Indie-Pop-Nummer „still feel.“, die sich irgendwo zwischen den Sounds von Two Door Cinema Club und Alex Clare ansiedelt, knapp sechs Monate nach Videorelease plötzlich in die US-Charts ein und ebnet den amerikanischen Dance-Nerds den Weg für weitere erfolgreiche Auftritte wie bei US-Talk-Show Legende Jimmy Kimmel und einer hoffentlich noch mehrere Jahre andauernden Karriere.
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