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Empfehlung des Tages: HAXAN – Bloodflow

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Was passiert wenn Metal, Punk und experimenteller Hip-Hop mit voller Wucht aufeinander knallen? Sie formen ein neues Produkt – die eigensinnige Musik von Haxan.

Haxan wurde als Hakan Halaç in Berlin als Sohn von zwei türkischen Migrant:innen geboren. Früh entdeckt er Musik für sich und lässt sich von den flimmernden Aufnahmen von Bands wie Slipknot und Linkin Park im heimischen Fernseher faszinieren. Auf der Oberschule bringt ihn diese Faszination dazu, sich selbst kreativ auszuprobieren. Hakan wird Sänger und Bassist in verschiedenen Rockbands und gründet schließlich 2013 mit Mitgliedern aus anderen Gruppen die Metal-Band Kora Winter. Mit diesem Projekt feiert er erste, respektable Erfolge und veröffentlicht zwei EPs sowie 2019 das Album „Bitter“.

Parallel dazu entwickelt Hakan aber auch seinen eigenen Sound als Solo-Künstler Haxan, inspiriert von experimentellem Underground-Hip-Hop. Es entstehen zwei erste EPs, „Raw“ und „War“, an die Haxan nun mit „Gargoyles“ anknüpft. Auf sieben Songs mischt der Ausnahme-Künstler seine Einflüsse zwischen Punk, Metal und vor allem radikalem Hip-Hop abseits der Norm. Für das Highlight „Bloodflow“ interpretiert er Material von einer Gruppe, die genau diesen Sound schon seit Jahren voran treibt: Death Grips.

HAXAN – Bloodflow

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Death Grips machen Musik, die für Metal-Fans zu rappig, für Rap-Fans zu extrem und für viele schlicht und einfach unhörbar ist. Für Haxan ist sie genau richtig. Also nimmt er sich kurzerhand ein Sample aus „No Love“, einem der bekanntesten Songs der US-Amerikaner, und baut darum herum seinen eigenen Song „Bloodflow“. Die gesampelte Stimme von MC Ride wird beinahe unter drückendem, kreischenden Bass erstickt, bevor dann Haxan selbst das Wort ergreift. Um ihn herum tobt der dystopische Industrial-Beat – ein Sound, mit dem man stimmlich nur schwer mithalten kann. Haxan gelingt das aber, er klingt energisch, rebellisch, wie ein Störfaktor.

Haxan ist im neuen Musikvideo ein Störfaktor

Diese Rolle nimmt er auch im Musikvideo zum Song ein. Haxan steht mit Mikfron auf dem Platz vor dem Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel. Andere würden an dieser Stelle „Wonderwall“ oder, zu dieser Zeit des Jahres, vielleicht „Last Christmas“ anstimmen. Haxan aber performt inmitten von passierenden Touristen „Bloodflow“ und schüttelt seine wilden Locken beim Headbangen. Hut ab, Schüchternheit kann man ihm auf jeden Fall nicht unterstellen. 

Wer Musik mit Hang zur Extreme mag, könnte bei Haxan und seiner neuen „Gargoyles“-EP genau richtig aufgehoben sein. Hip-Hop wird hier durch die Linse eines Metalheads interpretiert, mit einem Sound, der mehr nach Schwerindustrie und Hammer auf Stahl klingt, als nach entspannter Studio-Session.

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