Empfehlung des Tages: Herbert Grönemeyer – Bleibt alles anders
Dass Herbert Grönemeyer einer der größten Pop-Titanen Deutschlands ist, kann niemand bestreiten. Egal ob „Mensch“, „Männer“, „Mambo“ oder „Bochum“ – seine Hits gehören zu bedeutenden Meilensteinen der deutschen Popmusik und sind Kult. Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte das Talent sein – unglaublich – fünfzehntes Studioalbum „Tumult“ und kam damit erneut seiner Vorbildfunktion nach. Auf der Platte positioniert er sich ganz klar gegen Rechtsextremismus und nutzt seine Reichweite wie schon in den Jahren zuvor für politisches und soziales Engagement: 1985 gründete er das Projekt „Band für Afrika“, um Spendengelder für Projekte im Süden zu sammeln und erst kürzlich forderte er medienwirksam mehr Einsatz von Wohlhabenden, um die unter der Pandemie leidende Kulturszene zu unterstützen. Unsere heutige Empfehlung des Tages gehört nicht zwangsläufig zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen Grönemeyers, steht aber mit ihren metaphorischen Lyrics, der paradoxen Thematik und ihrem motivierenden Instrumental für das musikalische Genie, das der 64-Jährige in seiner Karriere immer wieder an den Tag legt. „Bleibt alles anders“ ist die Leadsingle des gleichnamigen zehnten Studioalbums des Musikers, das 1998 via Grönland Records veröffentlicht wird und hauptsächlich in London gemeinsam mit Produzent Alex Silva entsteht. Auch wenn der Track einem – auf den ersten Blick – unklaren Aufbau aus Strophe und Refrain folgt, entwickelt sich der Rock-Electro-Hybrid spätestens mit dem Beginn der ersten Hook zu einer kraftvollen und ambitionierten Hymne, die ihre ZuhörerInnen nicht mehr so schnell loslässt.
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