Empfehlung des Tages: Idles – Grace
Wer einen Song von den Idles anmacht, der erwartet schrammelige und verzerrte Gitarren, ohrenbetäubenden Drums, die ungehaltenen Stimme von Sänger Joe Talbot und vor allem eines: Energie. Nicht umsonst fängt man bei einigen Idles Songs schon allein bei der Vorstellung, dazu in einem Mospit zu rangeln, an zu schwitzen. Doch die Briten können auch anders – das beweist ihre neuen Single „Grace“, die mit eher untypischer „Softness“ punktet.
Joe Talbot sagt über „Grace“: „The song came from nowhere and everything. It was a breath and a call to be held. The only words or singing that came from our sessions with Nigel and I needed it, truly. All is love. I joked that we were turning into Coldplay, then I realised I liked Coldplay, then I thought, ‘If it ain’t broke…’ Leave complaints below xx.”
Eine Kuschelrock-Single ist „Grace“ damit zwar immer noch nicht, für Edles Verhältnisse aber ein recht langsamer Track, der sich die Zeit nimmt, langsam und mysteriös Spannung aufzubauen. Gefühlvoll aber bedrohlich und gleichzeitig irgendwie beschwörend singt Joe Talbot über einem vielschichten Soundbett: „No god, no king, I said love is the thing“. Ob das auch der Leitsatz ihres neuen Albums „TANGK“ wird? Spätestens am 16. Februar wissen wir mehr.
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