Empfehlung des Tages: Jolphin – Sugar Shock Treatment
Ein Zuckerschock – viele kennen das Phänomen wahrscheinlich aus den vergangenen Feiertagen mit den Liebsten, in denen viel gegessen und nicht immer auf gesunde Lebensmittel geachtet wird. Für die Band Jolphin hingegen ist der Zuckerschock eher eine Folge von Einsamkeit – wie sie in ihrem Song „Sugar Shock Treatment“ der gleichnamigen Debüt-EP verraten.
Jolphin – Sugar Shock Treatment
Jolphin sind die beiden Österreicher Oliver Spitzer und Philip Hackl. Sie machen Indie-Synth-Rock mit Brit Pop-Anleihen und packen viele persönliche Anekdoten und Emotionen in ihre Musik. So dreht sich „Sugar Shock Treatment“ um die Themen Einsamkeit und Andersartigkeit. Mit dem unfreiwilligen Alleinsein muss sich wohl Jede:r mal auseinandersetzten. Und so hat jede:r auch die ganz eigenen Art damit umzugehen – für Jolphin ist das nunmal eine Zuckerschock-Therapie. Irgendwie lieb, wie die beiden in einer herzzerreißenden Atmosphäre darüber singen, wie sie ihre Sorgen nicht etwa in Alkohol oder Schlimmerem ertränken, sondern lieber in Gummibärchen, Schokolade und Kuchen – ein Konzept, dass sich gerne durchsetzen darf.
Kuchen taucht übrigens auch im Musikvideo zum Song auf. Der Clip ist im Retro-70er Jahre-Stil gehalten und spielt in einem Hallenbad. Dort zieht eine Schwimmerin mutterseelenallein ihre Bahnen und scheint seltsam verloren in dem großen Becken – allein in Gesellschaft einer Geburtstagstorte, die bereit steht fürs „Sugar Shock Treatment“: „I’m so lonely in the basement, sugar shock treatment / try to fix myself this night, trying to rub my eyes / I’ve cried sugar shock treatment helped me out tonight”.
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