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Empfehlung des Tages: Joy Denalane, Ghostface Killah – Happy

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Tagged: Joy Denalane

Im Schaffensprozess ihres kommenden Albums „Willpower“ verstarb der Vater von Joy Denalane. Von diesem Verlust handelt ihre neue Single „Happy“ – nicht unbedingt der Titel, den man bei dem Thema erwarten würde. Aber Joy Denalane entscheidet sich in diesem Song den Verlust und Schmerz anzunehmen und daneben Dankbarkeit zu stellen: „Es geht um meine enorme Wertschätzung der letzten Jahre seines Lebens, die wir noch zusammen hatten, als es ihm schon nicht mehr so gut ging. Da hat sich unsere ohnehin schon besondere Beziehung sogar noch intensiviert“, sagt sie selbst dazu.

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Ihre starke Soul-Stimme wird nach dem ersten Refrain von einem Verse von Wu-Tang-Clan-Legende Ghostface Killah abgelöst. Ein überraschendes Feature, das dem Song aber in keinster Weise die Intimität raubt, weil er aus Joy Denalanes Perspektive rappt. „Back in the day the vinyl spins when it’s after dark / Times you would hold me, sit and laugh as we played in parks / Six children, king of the house, you made your mark / The love you gave us was sacred but now it scrapes the heart.“ Sätze, die ihren Vater ehren und gleichzeitig beim Hören den Hals zu schnüren.

Ein Momentum der Dankbarkeit

Für das Musikvideo reiste Joy Denalane in die Heimat ihres Vaters, der die Siedlung Soweto in Johannesburg verließ, als er 25 Jahre alt war. Die Personen im Video sind alles Mitglieder und Angehörige der Familie Denalane. Auch das Haus, in dem die meisten Szenen gedreht sind, gehört der Familie. Es ist fast, als hätte Joy ihren Vater mit diesem Song nach Hause gebracht und für sich und ihre Familie ein Momentum der Trauer und gleichzeitig der Stärke, Freude und Dankbarkeit geschaffen.

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