DIFFUS

Empfehlung des Tages: Jules Ahoi – Moonchild

Posted in: News
Tagged: Jules Ahoi

Die Nacht wird in Poesie und Lyrik immer als mystisch, ruhig und irgendwie verzaubert beschrieben. Manchmal, spätabends, wird dieser Zauber der Dunkelheit zu einem Gefühl – als würde man sich gerade in einer besonderen Zwischenwelt befinden, wo alle Menschen schlafen und nur man selbst wach ist. Man wird zum „Moonchild“ – so nennt es auf jeden Fall Jules Ahoi in seiner neuen, gleichnamigen Single.

Jules Ahoi – Moonchild (Lost Version)

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Jules Ahoi hat sich in seinem Leben zwei Dingen verschrieben: Dem Surfen und seiner Musik. Und wer denkt, dass sich diese Sachen unmöglich vereinen lassen, muss sich dringend näher mit dem Musiker beschäftigen. Denn sein signifikanter Saltwater-Folk ist das musikgewordene Meer. In jeder Zeile jeden Songs klingt die Leidenschaft von Julian Braun für das Surfen und endlose Wasserflächen durch – und dass in wirklich einmaliger, großer Indie-Folk-Musik. Seine ganz besondere, tief-kehlige Stimme strahlt so eine Ruhe aus, dass man sich buchstäblich an einem früh-morgendlichen, einsamen Spaziergang am Meer wieder findet, wo sich der gebürtige Kölner im Übrigen in jeder freien Sekunde aufhält.

Der verlorene Song

Aber zurück zu „Moonchild (Lost Version)“, denn hinter dem Song steckt eine wirklich schöne Geschichte. „Lost“ bedeutet in diesem Fall im wahrsten Sinne des Wortes verloren – der Song war aufgrund eines Stromausfalls gelöscht geglaubt. Er war eigentlich für die „Echoes“-EP im Jahr 2019 vorgesehen, doch so sollte es einfach nicht sein: „(Es) brauchte eine Weile, bis dieser Song den Weg zurück zu mir fand. (…) Bereits mit dem traurigen Gedanken angefreundet mich von diesem Song zu lösen, fand ich – oh Wunder – letzten Monat den allerletzten Speicherstand der Aufnahmen auf meinem alten Computer wieder.“ erzählt der Sänger via Instagram. Und so kommt es nun, dass zwei Jahre nach EP-Veröffentlichung „Moonchild (Lost Version)“ nachgereicht wird.

Der Song beschreibt eine ganz besondere Person, ein „Moonchild“ eben. Ein unglaublich verzaubernder, einnehmender Mensch, von dem:r eine ganz besondere Energie ausgeht. „When I look her in the eyes / I know her soul is one of the kind able to move the oceans tide / Able to take me through the night.” – bei so tiefgründigen, poetischen Lyrics ist es doch gar nicht mehr so schlimm, dass der Track jahrelang verschollen war. “Moonchild” ist besonders – genauso besonders wie diese eine Person, die man bei den plastischen, bittersüßen Lyrics beim Hören des Songs direkt im eigenen Kopf hat.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.