Empfehlung des Tages: Kate Bollinger – Yards/Gardens
Kate Bollinger macht verträumten Schlafzimmer-Indie-Pop – ein Rezept, das im Vakuum der Covid-Pandemie gut ankommt. Seit 2018 hat die Singer-Songwriterin aus Viriginia diverse Singles und EPs veröffentlicht und ihren Sound stetig verfeinert. Entsprechend rund wirkt ihre neueste Veröffentlichung: „Yards/Gardens“.
Kate Bollinger – Yards/Gardens
Kate Bollinger liefert den Soundtrack für die Pandemie
Die Corona-Pandemie hat uns in den letzten beiden Jahren pausenlos beschäftigt und zugegebenermaßen wenig Gutes mit sich gebracht. Aber zumindest gibt es Musiker:innen wie Kate Bollinger, die den perfekten Soundtrack für diese entschleunigte Welt bieten, in der man Tag für Tag an die Decke starrt oder zum x-ten Mal durch die Wohnung staubsaugt, in Erwartung, dass das Leben wieder beginnt. Der Sound der Sängerin aus Viriginia klingt nach DIY-Produktion und Lo-Fi-Livestream, mit einer zart gehauchten Stimme, die man am liebsten direkt beim Aufstehen hören würde.
Im Vergleich zu ihrem bisherigen Schaffen, bricht Kate Bollinger mit ihrer neuen Single „Yards/Gardens“ allerdings ein bisschen aus. Das Tempo wird angezogen, gemütlicher Lo-Fi wird zu knackigem Indie-Pop. Die titelgebenden Gärten sind dabei kein Bild der Idylle, sondern eher eine Metapher: „My friends have occupations now and some have yards/ They’re tending gardens“. Die Freunde stehen mit der Nagelschere über den perfekten Rasen gebeugt, während Kate Bollinger mit Selbstzweifeln und Verlustängsten konfrontiert ist.
Im zugehörigen Musikvideo liefert Kate übrigens eine Hommage an Filmklassiker der 60er und 70er Jahre. Das zieht sich durch den Farblook, die stimmigen Outfits und Requisiten, sowie die dramatische Handlung, in der Kate Bollinger zuhause überfallen wird. Wie der Coup ausgeht, schaut ihr euch am besten selbst im Video an.
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