Empfehlung des Tages: Kenya Grace – Strangers
Seit PinkPantheress 2021 ihren Durchbruch hatte, sehen wir eine regelrechte Welle an spannenden Newcomerinnen, die es ihr gleich tun und nostalgische Jungle-Beats mit charmantem R&B-Gesang mischen. Dabei fährt fast niemand mit diesem Stil so erfolgreich wie Kenya Grace, die mit „Strangers“ gerade unsere For You Page dominiert.
Eine Erfolgsgeschichte wie im Bilderbuch
Kenya Grace wurde in Südafrika geboren und wuchs in der britischen Küstenstadt Southhampton auf. Hier wuchs sie mit den Soul-Platten ihrer Eltern auf – ein Einfluss, den man heute noch in ihrer Musik heraus hört. Schon als Kind nahm Kenya Gesangsunterricht und spielte Keyboard, später studierte sie dann an der Academy of Contemporary Music. Das Wissen, das sie sich hier angeeignet hat, nutzte sie kurz darauf, als die Pandemie über die Welt hereinbrach und das alltägliche Leben lahmlegte. Kenya Grace sang in Livestreams auf Instagram und gewann hier eine erste Fan-Community für sich, die begeistert reagiert, als die Newcomerin dann schließlich endlich eigene Songs veröffentlichte.
Der große Erfolg sollte nicht lange auf sich warten: Nachdem Kenya Grace schon im letzten Jahr in einigen einschlägigen Playlists zu finden war, brachte die Single „Strangers“ ihre Karriere Anfang September auf ein völlig neues Level. „Strangers“ wird millionenfach gestreamed und ist beliebt auf TikTok – kein Wunder, denn der Song bringt alles mit, was es braucht, um auf der schnelllebigen Plattform zu funktionieren. Ein zeitgenössischer Sound zwischen Drum ‘n’ Bass, Soul und R&B, eine nachvollziehbare Geschichte aus ihrem Liebesleben, die viele nachvollziehen könnte und eine tighte Hook, die gut als Snippet funktioniert. „Strangers“ ist catchy, aber unaufdringlich, die flächigen Synthies umschmeicheln Kenyas geflüsterte Stimme und erzeugen eine ansteckende Melancholie, die sich als Soundtrack für einsame Nachtfahrten anbietet.
Für Nachschub ist bereits gesorgt: Am vergangenen Freitag hat Kenya Grace ihre Single „Only In My Mind“ veröffentlicht und versucht sich damit an einem tanzbaren Trance-Sound – nur eben mit dem soften Kenya-Touch, den wir jetzt schon lieben gelernt haben.
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