Empfehlung des Tages: Kittyyy – Vermissen
Wien hat uns in den vergangenen Jahren so viel gute Musik beschert wie wenige andere Städte im deutschsprachigen Raum. Die Szene dort scheint bestens vernetzt und schafft es immer wieder, spannenden Newcomer aus den eigenen Reihen zur überregionalen Bekanntheit zu verhelfen. Der nächste der drauf und dran ist, aus der österreichischen Hauptstadt in unsere Playlists einzuziehen? Kittyyy.
Kittyyy kommt an
Viel weiß man noch nicht über Kittyyy. Der Newcomer ist erst 18 Jahre alt, hat zwei Songs veröffentlicht, mit „Vermissen“ am Freitag seinen dritten. Trotzdem macht sein Name in Wien längst die Runde. Lokale Musikgrößen wie Verifiziert, die schließlich bis vor nicht allzu langer Zeit selbst noch unter dem Radar unterwegs war, feiern und teilen seine Musik. Die knappe Diskographie fällt bisher ziemlich divers aus: „So hoch“ ist melodischer Ohrwurm-Trap, „Funny“ klingt nach atmosphärischem Drill und „Vermissen“ ist nun eine zeitgeistige Fusion aus Elektro und Rap.
Exzess und Absturz auf Dance-Beats
Der rote Faden in den drei bisherigen Veröffentlichungen von Kittyyy ist seine prägnante, tiefe Stimme. Die setzt er auch auf „Vermissen“ wieder gekonnt ein, um auf dem flackernden Dance-Beat von Rausch, langen Nächten und wachsendem Hype zu rappen.
Die passenden Bilder liefert das Musikvideo: Wir sehen zum einen Kittyyy selbst, wie er mit benebelter Sicht durch das nächtliche Wien stolpert. Zum anderen wird eine zweite Ebene von einem Paar verkörpert, dass zwischen Exzess und Heartbreak gefangen ist und mit einem explosiven Streit auseinander geht.
Kittyyy scheint genau zu wissen, welcher Sound 2022 gut ankommt und feiert bereits erste Erfolge in der Wiener Newcomer-Szene. Seine bisherigen Songs zeigen eine große Sound-Palette – bleibt nur abzuwarten, für welche Farbe sich Kittyyy als nächstes entscheidet.
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