Empfehlung des Tages: Klan feat. Mia. – Nie gesagt
Unser alltägliches Denken ist vom Dualismus geprägt: Gut und Böse, Schwarz und Weiß, Sommer und Winter! Genau diese Eigenschaft machen sich 2020 auch die beiden Brüder Michael und Stefan alias Klan zunutze und veröffentlichen mit „Sommerseite“ und „Winterseite“ zwei zusammenhängende und doch gegensätzliche Gefühlswelten ihrer Musik. Dabei bedienen sie sich aber nicht an dem allseits bekannten Format des Albums, sondern kreieren kurzerhand zwei sogenannten Halben: Nicht EP, nicht Album, sondern einfach irgendwas dazwischen. Einem Song, der schon im Februar 2020 auf „Winterseite“ erscheint, hauchen die beiden nun neues Leben ein. „Nie gesagt“ ist schon in seiner Originalfassung eine gefühlvolle Popballade, die für Gänsehautmomente und feuchte Augen sorgt, doch mit Featuregast Mia heben Klan die Emotionalität des Tracks auf ein ganz neues Level. Die Harmonie der beiden Stimmen ist unüberhörbar und erweckt fast den Eindruck, dass „Nie gesagt“ schon immer danach strebte, ein Duett zu werden. Zusätzlich zu seinem herzerweichenden Artwork erhält der Song auch ein cineastisches Musikvideo, in dem Michaels Schauspielkünste – die er auch schon in Musikvideos zu „Lichtgeschwindigkeit“, „Schön“ oder „Baby Baby“ unter Beweis stellte – erneut eine verdiente Bühne bekommen. Doch der Clip soll nicht nur unterhalten und „Nie gesagt“ bildlich untermalen. Hinter der Idee zum Musikvideo steckt eine wesentlich tiefgründigere und ernstere Message, die uns der Abspann des Videos verrät: „Covid bestimmt unser Leben seit Monaten. Der Winter mit seiner Dunkelheit steht vor der Tür. Viele befinden sich im Lockdown – zum Schutz für sich oder Andere. Diese Zeiten sind für Menschen mit Depressionen und andere psychische Störungen besonders schwierig.“ Mit der auf das Zitat folgenden Telefonnummer der Deutschen Depressionshilfe nutzen Klan ihre Reichweite nicht nur um in der Krise den Fokus auf soziale Probleme zu lenken, sondern machen im selben Atemzug auch auf Hilfsangeboten aufmerksam.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.