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Empfehlung des Tages: Kraków Loves Adana – Hiding In My Room

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Kraków Loves Adana heißt Dreampop trifft auf New Wave, lethargischer Gesang auf flimmernde Synthesizer. Seit 2006 macht Deniz Çiçik unter diesem Namen Musik wie aus den 80er Jahren. Zuletzt führte das zum Beispiel zum Synthie-Cover von Bon Jovis „It’s My Life“, das gar nicht so abwegig klingt, wie es sich hier liest. Nun geht es mit eigenem Material weiter: „Hiding In My Room“ ist eine schimmernde Hymne gegen die Einsamkeit und Isolation.

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Wer Kraków Loves Adana gerade erst für sich entdeckt, kann sich auf jede Menge Musik freuen: In den vergangenen Jahren hat dieses Projekt im Rahmen von fünf Alben ein eigenes Mikrogenre zwischen Post-Punk und Indie, New und Dark Wave, Synth- und Dreampop abgesteckt. Das führte zu einem wachsenden Interesse innerhalb der Szene und ersten Meilensteinen: Kraków Loves Adana spielen Shows mit den Synth-Pop-Ikonen Chromatics und sollen beim Kultlabel Italians Do It Better veröffentlichen. Aber es sind Sandkörner im Getriebe der Zusammenarbeit, die zu Uneinigkeiten zwischen Label und Künstlerin führen: Die beiden Alben „Darkest Dreams“ und „Follow The Voice“ erscheinen independent. Trotzdem schmälert das deren Qualität nicht: Auf eigene Faust erschafft Deniz Çiçik in Hamburg einen Sound wie aus der Vergangenheit gegriffen.

Synth-Pop aus einer anderen Galaxie

Dazu passt auch der Videoclip zum neuen Song „Hiding In My Room“. Denn dieser ist gespickt mit Popkultur-Referenzen, von Sailor Moon und Neon Genesis Evangelion bis zu iPods und Windows XP. In die bekannten Gesichter von Naruto Uzomaki und Darth Vader mischen sich dabei übrigens immer wieder Bilder von Charakteren wie Ian Kurtis von Joy Division oder Robert Smith von The Cure – musikalische Größen, von denen Deniz Çiçik mit Sicherheit beeinflusst wurde. Der hohle, fast schaurige Gesang echot im besungenen „Room“ immer noch und trifft zwischen den Poster-beklebten Wänden auf die atmosphärische, sanftere Vortragsweise von Bands wie Beach House.

Das Musikvideo zu „Hiding In My Room“ ist im Cartoon-Stil gehalten und begleitet ein kleines Mädchen, das sich gegen eine intergalaktische Gefahr zur Wehr setzt. Mit dieser Thematik passt die Szenerie fast schon zu Netflix-Lieblingen wie „Rick and Morty“ oder „Midnight Gospels“, die ja sowieso immer mal wieder mit einer spannenden Musik-Kuration glänzen. Vielleicht taucht der drückende Dreampop von Kraków Loves Adana ja also auch bald im Outro eures Cartoon-Favoriten auf – uns würde es nicht überraschen. 

Für Kraków Loves Adana stellt „Hiding In My Room“ übrigens den nächsten Schritt hin zur neuen Platte „Oceanflower“ dar, die am 14. Februar erscheint und Deniz mit ihrem jüngeren Selbst konfrontiert.

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