Empfehlung des Tages: Linn Koch-Emmery – Dirty Words
Seit etwa fünf Jahren veröffentlicht die schwedische Musikerin Linn Koch-Emmery schon Musik und hat sich seit ihrem Debüt als aufsteigender Stern der internationalen Indie-Szene etabliert – doch erst jetzt erscheint ihr Debütalbum „Being the girl“. Der 11-Track-Longplayer besteht unter anderem aus den hochgelobten Singles „Hologram Love“, „Linn RIP“ und „Blow My Mind“, die alle sowohl in Schweden, Norwegen als auch in England und in den USA in den Radiorotations auftauchten.
Als Nachfolger ihrer „Waves“-EP aus dem Jahr 2018 beweist „Being the girl“, dass Linn Koch-Emmery nicht ohne Grund vom Sveriges Radio P3 zum „Future Artist“ gekürt wurde und über 60 Stopps auf ihrer ersten Europatournee einlegen musste. Mit ihrem zeitgenössischen Indie-Rock, der sich nun auf ihrem Debütalbum in elf Tagebuch-ähnlichen musikalischen Beiträgen offenbart, hält die Schwedin die Balance zwischen Emotionalität und Tanzbarkeit. Ihr gefühlvolles und intimes Songwriting bildet dabei die Basis: „Für mich ging es beim Songwriting schon immer mehr um Gefühle als um Finesse. In meiner Welt ist der beste Song ein Song, zu dem man gleichzeitig weinen und laufen kann, der auf der Grenze zwischen Euphorie und Traurigkeit balanciert. Dieses Album enthält alles von geradlinigen Gitarrenpopsongs, persönlichen emotionalen Löchern bis hin zu Tagebucheinträgen und dunklem Humor und Ironie, als ein Versuch der Selbstdistanzierung von mir selbst.“
Linn Koch-Emmery – Dirty Words
„Dirty Words“ ist einer dieser Songs, der entgegen seines Titels nicht explizit ist, sondern in dem Linn Koch-Emmery den Vibe von frühem 90er-Jahre-Rock und verträumten Indie-Pop à la Girl in Red einfängt und mit Themen wie Selbstdistanz und Bindungsängsten kämpft. Dabei nimmt die Singer-Songwriterin aber nie eine leidende oder wehmütige Rolle ein, sondern rockt der Melancholie einfach davon. Wer es etwas sanfter mag, für den hält Linns Debütalbum aber auch noch viele andere wundervolle Indie-Nummer bereit.
Fun Fact: In Bezug auf „Dirty Words“ startete die Schwedin einen kleinen Aufruf auf Instagram, bei dem sie ihre Fans aufforderte, ihr „schmutzige“ Wörter und Sätze zu schicken. Mal sehen, was die Musikerin daraus Schönes bastelt.
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