Empfehlung des Tages: Liser, Taby Pilgrim – Berliner Luft
Die Rapperinnen Liser und Taby Pilgrim lernten sich auf Twitter kennen und vernetzten sich dort für ein gemeinsames Streaming-Konzert. Die Energie stimmt und schnell merken sie, dass sie ein größeres Projekt zusammen starten möchten.
So entstand die Idee, ein gemeinsames Album zu produzieren und nicht nur das: Dazu gibt’s eine Mini-Serie mit „The Office“ Vibes. Zwischen Schauspiel und Rap erzählen sie, wie es ist als Frau im Rap-Game zu sein. Dass die Musikszene von patriachalen Strukturen nicht unverschont bleibt, ist inzwischen bekannt und wird hier mit knallharten Punchlines verdeutlicht.
Liser, Taby Pilgrim – Berliner Luft
Die erste Folge „Popstar ist kein Vollzeitjob“ erschien im April, nun folgte mit „Berliner Luft“ Episode zwei. Im ersten Teil verdeutlichen Taby und Liser, wie schwer es ist vom Musikmachen leben zu können. Die zweite Folge setzt damit ein, dass Liser Ideen für ein zweites Standbein pitcht.
Da kommt dann die altbekannte Berliner Luft ins Spiel: „Ich komme aus dem Pott da ist die Luft eher dreckig / Doch in Berlin ist die Luft sehr dreckig / Darum legt man sich ‘ne zweite zu für sechs Euro sechszig“, startet Taby in den neuen Song.
„Ja“ das Album kommt
Insgesamt wird die Serie aus sieben Songs bestehen, in denen sie ihre persönlichen Erfahrungen im Musikbusiness verarbeiten und im zwei-Wochen Rhythmus die jeweiligen Mockumentary-Episoden dazu liefern.
Tabys ausgefeilte Rap-Techniken treffen hier auf Liser, die Punk-Queen des Raps, in deren Musik auch mal mit Pop-Einflüssen experimentiert wird. Auf ihrem gemeinsamen Album „Ja“ hagelt es daher feministischen Punchlines auf klare Beats, die im Mockumentary Kontext mit einer Menge Humor verpackt wurden.
Liser, Taby Pilgrim – Popstar ist kein Vollzeitjob
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Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.