Empfehlung des Tages: liska – effy stonem
Triggerwarnung: Suizid und Essstörungen
In der Vergangenheit stand die Newcomerin Liska mit Artists wir HE/RO, Provinz, Zartmann und CCOSMO auf der Bühne. Ihre einfühlsame und klaren Zeilen kennen wir bereits aus Songs wie „farben für den winter“ oder „hungerspiele“. Auch in ihrem neuen Song „effy stonem“ greift die Künstlerin Themen auf, die viele junge Menschen betreffen: das Bedürfnis dazuzugehören, Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und familiäre Konflikte, die auf dem Rücken von Teenagern ausgetragen werden.
„effy stonem“: Liska über toxische Romantisierung
Effy Stonem ist die fiktive Hauptfigur der britischen Kult-Jugendserie „Skins“, die von 2007 bis 2013 lief. Sie ist wunderschön und rebellisch, zugleich kämpft die Teenagerin mit psychischen Problemen und ist ziemlich drogenaffin. Viele Jugendliche ließen sich damals von Effys edgy Auftreten und Aussehen inspirieren. So wurde sie wurde zu einer prägenden Figur der „Sad Girl“-Tumblr-Ästhetik. Genau diese toxische Romantisierung greift auch Liska auf: „Du trittst die Kippe aus auf dem Asphaltboden, willst auch so fucked up sein wie Effy Stonem. In den Clubs dieser Stadt hast du nichts verloren, du bist noch so jung.“
Das Musikvideo zum Song zeichnet eine abermals düstere Bildwelt: Liska sitzt hier weinend in einem Kinderzimmer, dazwischen sind Clubszenen zu sehen, in denen ein zwielichtiger Typ sie im Neonlicht bedrängt. Musikalisch wird der Song von sanftem Klavier und einem minimalistischen, melodischen Beat getragen. Mehrstimmige Harmonien mit viel Hall wechseln sich mit roheren Passagen ab und im Refrain richtet Liska eine tröstende Botschaft an ihr jüngeres Ich: „Ich wünschte du könntest sehen, wo du in paar Jahren stehst, komm‘ in meine Arme, schließ deine Augen und atme.“ In „effy stonem“ gewährt uns Liska einen intimen Einblick in ihre jugendliche Gefühlswelt und hilft so sicherlich dem ein oder anderen durch ähnliche Selbstzweifel hindurch.
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