Empfehlung des Tages: Lizzy McAlpine – doomsday
Lizzy McAlpine hat mit „doomsday“ ihre erste Single des Jahres veröffentlicht – und somit eine neue Ära in ihrer musikalischen Karriere eingeläutet. „Heilige Scheiße, es passiert. Dieser song beginnt eine ganz neue Ära meiner Musik (…) Es fühlt sich an, als hätte ich ewig auf diesen Moment gewartet“
“doomsday” zeichnet den ganz persönlichen Weltuntergang der Sängerin. „Für mich ist ein gebrochenes Herz wie sterben“, erklärt Mcalpine die Symbolik ihrer neuen Single. Denn diese handelt davon, in einer Beziehung zu stecken, die so toxisch ist, dass man quasi nur darauf wartet von dem:r Partner:in das Herz gebrochen zu bekommen – und daran zu vergehen.
Lizzy McAlpine – doomsday
Und diesen langsamen Tod begleitet man im Musikvideo intensiv. Wobei Spielfilm bei der riesigen Handlung, welche die Sängerin in den knapp fünf Minuten des Stücks unterbringt, der passender Begriff wäre. Es spielt in einer Highschool und begleitet McAlpine beim qualvollen warten darauf, dass ihr Freund die Beziehung mit ihr beendet – und sie damit, um in der Symbolik von „doomsday“ zu sprechen, umbringt.
In sehr bedrückender, verzweifelter Stimmung wandelt die Sängerin wie eine Leiche durch die Gänge ihrer Schule und läuft dem Tod förmlich in die Arme – ohne sich dagegen zu wehren. „i had no choice in the matter why would i? it’s only the death of me“
An diesem Punkt wechselt der Film von der Gegenwart in die Imagination und zeigt die buchstäbliche Beerdigung von Lizzy McAlpine, dicht gefolgt von ihrer Hochzeit, mit der sie sich einen letzten Wunschgedanken an eine gemeinsame Zeit mit ihrem so toxischen Freund erlaubt.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.