Empfehlung des Tages: Loco Candy, Souly – Tuana
Loco Candy und Souly – eine Kombi, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt auf der Hand liegt. Auf der einen Seite das wahrscheinlich wandelbarste Mitglied der Boloboys-Crew, auf der anderen Seite einer, der Gesang und Gefühl ins deutsche Trap-Game bringt. Passt das überhaupt? Wer die beiden Artists kennt und schätzt, kennt die Antwort auf diese Frage, denn Loco Candy und Souly haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet.
Schon im vergangenen September erschien mit „Scherben“ eine erste Kollabo, die erahnen ließ, wie ein gemeinsamer Sound klingen kann: eine zeitgeistige Fusion zwischen New Wave und Pop-Punk. Diesen Stil vertiefte Loco Candy seither mit Solo-Singles wie „Bochumer“ oder „Sparkasse“ weiter, nun tut er sich erneut mit Souly zusammen.
Die getriebenen Drum-Beats lässt das Duo diesmal zurück und widmet sich entspannteren Klängen. Stattdessen: Autotune-Vibrato, schwindelerregende Synthies und warme Percussion. „Let’s Start Here“ kommt in den Sinn, das Überraschungs-Album von Lil Yachty, auf dem der US-Rapper kürzlich einen gelungenen Ausflug in die Welt des Psychedelic Rock von Bands wie Tame Impala unternommen hat. Dieser Sound scheint es auch Loco Candy und Souly angetan zu haben, die sich mit „Tuana“ am selben Arsenal bedienen.
Insbesondere der Kontrast zwischen Loco Candys kratziger Stimme und Souly softem Gesang harmoniert dabei erstaunlich gut, genauso wie das Wechselspiel zwischen der ruhigen, ersten Hälfte des Stücks und dem energiegeladenen zweiten Part. Dabei besingen die beiden Künstler eine Beziehung, die mit einer Abhängigkeit verglichen wird: „Halt mich fest, ich bin unendlich high / Doch warum kickt es nicht mehr so wie früher?“. Mit „Tuana“ geht die Kombi aus Loco Candy und Souly also ein weiteres Mal erfolgreich auf – ob uns bald noch mehr Musik von diesem Zweiergespann erwartet?
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