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Empfehlung des Tages: Luna Morgenstern – Summerlove

Posted in: News

Während die Presswerke für Vinyl seit einiger Zeit kaum mit der hohen Nachfrage mithalten können, scheint die CD als Format zunehmend in Vergessenheit zu geraten. Aber auch bei den kleinen Silberscheiben greift langsam eine schleichende Nostalgie um sich, die scheinbar auch die Musikerin Luna Morgenstern gepackt hat. Ihre neue EP „Dance Dance (Don’t Go)“ ist inspiriert von den Compilations der 2000er, kombiniert kitschigen Eurodance mit futuristischem Hyperpop und erscheint – natürlich – auf CD. 

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Mit schneller Brille in die Vergangenheit

Eigentlich stammt Luna Morgenstern aus Köln, inzwischen wohnt sie seit mittlerweile über zehn Jahren in den Niederlanden. Ursprünglich ist sie für ihr Songwriting-Studium dort hin gezogen, seit sie dieses abgeschlossen hat, lebt und arbeitet sie in Amsterdam. Die Inspiration für ihre neue, zweite EP „Dance Dance (Don’t Go)“ zieht sie aber nicht nur aus ihrer eigenen Umgebung, sondern vor allem aus der Vergangenheit.

Darauf verweist schon das Cover-Artwork, auf dem die Interpretin mit schneller Brille posiert. Die Zeitreise geht also in die Zeit um die Jahrtausendwende, die Ära, in der genau solche Gläser eben in waren, genauso wie Compilation-CDs und Sampler wie die „Bravo Hits“ oder „The Dome“. Mit diesen kam Luna Morgestern schon in ihrer Kindheit in Berührung und damit auch mit der Musik von Kitsch-Genis wie Kaskade und Gigi D’Agostino.

Dieser euphorisch-melodische Eurodance-Sound hat nun auch die Entstehung der neuen EP beeinflusst, genauso aber auch progressive Hyperpop-Musik von Acts wie Charli XCX und Shygirl. Beide Stilrichtungen haben Luna Morgenstern spürbar beeinflusst und werden konsequent elegant in Einklang miteinander gebracht – so auch bei Anspielstation Nummer Vier, „Summerlove“. 

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Der Song sprüht nur so von sorgloser Schwärmerei, Luna Morgenstern braucht keinen doppelten und dreifachen Boden, sondern sagt klar und direkt, was Sache ist: „I think I really really really really like you“. Genauso aufgewühlt wie die besungene Gefühlslage klingt auch die elektronische Begleitung, die an den richtigen Stellen mit schimmernden Synthies brilliert, manchmal aber Lunas Stimme beinahe isoliert und in den Vordergrund stellt. Das alles klingt nicht nur verdammt ansteckend, sondern sollte auch ein Appell an all die jenigen sein, die ihre „Summerlove“ bisher nur im Herzen tragen – vielleicht solltet ihr ja mal den entscheidenden Schritt wagen.

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