Empfehlung des Tages: Maïa – Stadt der Geister
Die Macht der einfachen Worte – Maïa hat in der Schulzeit die Schönheit der deutschen Sprache entdeckt. Vor allem der Autor Ferdinand von Schirach hat es ihr mit seinem Schreibstil angetan: Seine Art menschliches Zusammenleben in den einfachsten Worten so treffend und schmerzhaft wiederzugeben, inspirierte sie dazu, ihre englischen Gedichte und Lyrik auch in deutsch zu formulieren. Als sie begann diese Texte mit dem Klavier zu untermalen, begann auch ihre Suche nach ihrem eigenen Sound, den sie in melancholischen Klaviermelodien, tiefen Beats, Synths und der Farbe blau gefunden hat.
In ihrem neuen Song „Stadt der Geister“ widmet sie sich ihrer Heimatstadt Duisburg und gelinde gesagt, kommt die Stadt am Ruhrgebiet nicht gerade gut davon. „Leg‘ mein’n Schatten hier auf das Parkett / Und mein Körper geht dort unter / Doch irgendwas hält mich noch hier fest“. Im Musikvideo sehen wir Maïa durch die menschenleere Stadt laufen in der außer ihr, kein Leben existiert. Bildlich wird diese Trägheit in ihrer fast ausbleibenden Bewegung und den langen Schnitten dargestellt. Da wird sie fast zu dem, was sie der Stadt selbst vorwirft: Einer „Gestalt hier ohne Seele“.
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