Empfehlung des Tages: Moé – Eisen
Moé veröffentlicht erst seit Anfang letzten Jahres Musik. Er gehört zu Tooloudfortheroom, einem losen Kollektiv, dem unter anderen auch Friso, Sant und Paula Hartmann angehören, die in ihrem Song „Babyblau“ Props gibt: „Too loud for the room, meine Crew auf deiner Box“. Bezeichnend für die Musik von Moé sind seine tiefgehenden Texte, die er mal auf lethargische Beats, wie in seinem Song „Bilder“, mal auf atmosphärische Klaviermelodien rappt, wie auf „Fallen und Fliegen“. In seiner neuen Single „Eisen“ findet sich eine Mischung aus diesen Elementen.
Textlich nimmt uns der Newcomer mit zum Ende einer Nacht, die aber doch noch kein Ende zu finden scheint: „Es ist kurz nach 5 / es müssten Vögel singen / doch ich hab‘ Bass im Bauch / Wahrnehmung stark verzerrt“. Und stellt sich Fragen wie „Ab wo fängt jung sein auf / und Sucht fängt an?“. Damit gibt er viel von seinen eigenen Struggles preis, stößt aber sicherlich in vielen Hörer:innen Gedanken zum eigenen Konsumverhalten an.
Das Musikvideo beginnt eigentlich recht idyllisch, man sieht Moé vor türkisem Gewässer stehen. Womöglich vor dem Meer in der Kleinstadt Pina auf Mallorca, wo der Song diesen Sommer entstand. Die Sommerwärme hält jedoch nicht lang und verliert sich über vereinzelte Aufnahmen in Hintergärten, in nächtliche einsame Szenen und schwarzweiß-gehaltene Clips. Mit „Eisen“ veröffentlicht Moé den ersten Song einer Vier-Track EP. Wann diese rauskommen soll, ist bisher noch unbekannt.
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