Empfehlung des Tages: Mwita Mataro – Austrodrama
Wer entscheidet eigentlich, wer zu Österreich gehört? Für Mwita Mataro ist das eine Frage, die seine eigene Geschichte berührt. In seiner autobiografischen Dokumentation „Austroschwarz“ setzte sich der Musiker bereits mit Identität und Rassismus auseinander. Mit „Austrodrama“, dem Titeltrack seines gestern erschienenen Debütalbums, führt er diese Auseinandersetzung nun musikalisch weiter. Schon der Name bringt die Reibung auf den Punkt: Österreich als Zuhause, aber auch als Ort, an dem Zugehörigkeit immer wieder verhandelt wird. Was bedeutet es, sich mit einem Land zu identifizieren, das einem dieses Selbstverständnis nicht selbstverständlich zugesteht?
Mataro war lange mit der englischsprachigen Indie-Band At Pavillon unterwegs. Als Solokünstler singt er nun auf Deutsch und rückt persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Fragen eng zusammen. Auf „Austrodrama“ treffen druckvoller Rock, eingängige Hooks und große Refrains auf zwölf Songs über Liebe, Diskriminierung, Alltag und die Suche nach den eigenen Überzeugungen. Dabei darf die Musik mitreißen, auch wenn die Fragen dahinter unbequem bleiben.
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