Empfehlung des Tages: Nikan – Pink
Drill, Garage und Drum & Bass – die Musiklandschaft von Großbritannien ist vielfältig und wird hierzulande gerade von vielen Rapper:innen entdeckt. Einer, der britischen Rap verinnerlicht hat wie kaum ein zweiter ist Nikan. In nahezu jedem Song findet der Newcomer aus Düsseldorf die Zeit, um sich mit einer kleinen Zeile vor seinen großen Idolen zu verneigen: Skepta und sein Bruder JME, Dave und J Hus, Headie One und AJ Tracey. Nikan macht keinen Hehl daraus, wer ihn inspiriert, kopiert den Sound seiner Vorbilder aber zu keinem Zeitpunkt, sondern nutzt ihn als kreativen Input für seinen eigenen Style. So auch bei seiner neuesten Single „Pink“.
Von der ersten Sekunde an klingt das wieder britisch inspiriert, mit so einem typischen Two-Step-Beat, der sich erstmal vorsichtig anbahnt. Dazu macht Nikan mit seiner rauchigen Stimme, das was er am besten kann: Ein Moodboard zeichnen. „Kabelkopfhörer und ‚Novocane‘“, „Fliegst nach Houston, Shawty, DJ Screw“. Nikan huldigt Frank Ocean und der Südstaaten-Rap-Ikone DJ Screw und dann löst sich auch der Beat von Alexis Troy auf, der zuvor noch sehr angespannt im Hintergrund lauert. Weiche Synths kommen rein, später dann sogar seidige Saxophone und Vocal-Samples. Wenn Nikan dann noch rappt: „Denk an dich jeden Sommer“, wird endgültig klar, dass dieser Song absolut prädestiniert für die nächsten Wochen und Monate ist, wenn die Abend zunehmend wärmer und länger werden. Und das ist erst der Anfang der Nikan Season: Am 07.07. droppt der Newcomer sein Debütalbum.
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