Empfehlung des Tages: Nina Caroline – Radio Silent
„Dadadelusionnn“, teast Nina Caroline ihren neuen Song „Radio Silent“ an und fasst damit den kompletten Song einmal zusammen: In dem Track gehts es um das Romantisieren einer vergangenen Beziehung – begleitet von einer soften Gitarrenmelodie.
In dem ersten Musikvideo der Künstlerin, radelt Nina Caroline im Wald zu einem verlassenen Wohnwagen und trifft sich mit einem Skelett. Sie essen zusammen Eis, sie singt ihm vor und fährt es mit dem Fahrrad durch die Gegend. So verbildlicht die Sängerin das Ghosting ihres Ex und wie sich das angefühlt hat: Jemand ist nicht mehr da, mit dem man eigentlich noch Zeit zusammen möchte.
Der sanfte Gitarrensound, der an Phoebe Bridgers, Gracie Abrams oder auch The Japanese House erinnert, hat schon fast etwas Heilsames, während er von so viel Schmerz handelt: „I miss the pain and the violence / What does that say about me“. Im Finale des Songs singt Nina Caroline „I don’t want nobody else“ wie ein Mantra und steigert sich in den unterschiedlichsten Gefühlslagen: Trauer, Wut, Angst, Frust, Verzweiflung.
Sommerlicher Soft Indie Pop
Über den Entstehungsprozess sagt Nina Caroline, dass„Radio Silent“ beim Schreiben einfach seinen Lauf genommen hat. Und so hört er sich auch an: fließend, sanft, als wolle er einem den Weg zeigen aus diesem Gefühlschaos. Der sommerliche Soft Indie Pop-Song erinnert an „Nice To Each Other“ von Olivia Dean. Nach der vorangegangen gitarrenlastigen Single „It’s Not Me Who’s Missing You“ sind wir auf jeden Fall gespannt, wie der Rest der EP aussehen wird, die für Ende 2025 geplant ist.
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