Dieser eine Song: NoNoNo – Pumpin Blood
Vor guten 10 Jahren haben Of Monsters And Men mit „Little Talks”, Fun mit „Some Nights” oder Bastille mit „Pompeii” eine Ära voller Indie-Pop-Hits eingeläutet. Alles Songs, die ihre Hörer:innen mit einem emotionalen Bigger-Than-The-World-Gefühl zurückgelassen und trotz epischer Pop-Größe überall Anklang finden konnten. Ganz vorne mit dabei war auch der Track „Pumpin Blood“ der Indie-Band NoNoNo, der 2013 für explosiven Erfolg bei den Schwed:innen sorgte – Kategorie 160 Millionen Streams und Gold-Status.
Gutgelauntes Pfeifen leitet in den Track ein, der mit zunächst untergründigem Gesang auf die weltbekannten Zeilen in der explosiven Hook hinführt – „It is your heart / it’s alive / it’s pumpin blood“. Im Video zum Song wird – wie in vielen Clips, die dieser Tage auf VIVA liefen – auf die ganz große Nostalgie gesetzt. Tumblr-Teenies ziehen sehnsuchtsvoll an Zigaretten, entfremdet irgendwo im amerikanischen Niemandsland. Ein visueller Befreiungsschlag, von allem, was einen eben einschränkt – und genauso fühlt sich „Pumpin Blood“ auch an.
YesYesYes zu NoNoNo
Der Song hatte eine bedeutende Rolle in diversen popkulturellen Momenten, darunter im Soundtrack der Teenie-Serie „Vampire Diaries“, dem Film „Endless Love“ und natürlich in Form einer Performance von Hauptdarstellerin Lea Michele in der Musical-Serie „Glee“.
Ähnlich lebensbejahend geht die schwedische Band auch ein Jahrzehnt später noch die eigenen Songs an – wie der neuste Track „Our Time Is Now“ beweist. Es ist das erste musikalische Lebenszeichen seit 2018 und entstand als Reaktion auf die Pandemie, die unsere Welt in den Jahren 2020/2021 in den Stillstand versetzt hat. Diese Situation hat die Bandmitglieder Tobias Jimson und Michel Flygare zu dem energetischen, positiven Song inspiriert, in dem es darum geht, dass es nichts bringt auf den richtigen Moment zu warten, weil es so etwas einfach nicht gibt. Auch wenn man Angst hat – „Our Time Is Now“, so die Quintessenz des Songs.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.