Empfehlung des Tages: Ottolien – Meerjungfrau*mann
Wer erinnert sich noch an die Spongebob-Folgen, in der unser Lieblings-Schwamm Seite an Seite mit Meerjungfraumann und seinem Gehilfen Blaubarschbube, zwei Superhelden im Ruhestand, das Böse bekämpft? Die beiden Jungs von Ottolien erinnern sich mit Sicherheit, denn unlängst hat das Indie-Pop-Duo aus Hannover diese Episoden als Inspiration für ihr eigenes, genderneutrales Liebeslied genommen: „Meerjungfrau*mann“.
Liebeslieder gibt es wie Sand am Straßenrand von Bikini Bottom. Viele davon sind schön, noch mehr sind schnulzig und bei so ziemlich jedem ist klar erkennbar, ob hier von Mann oder Frau gesungen wird. Ottolien machen es den Hörer:innen da nicht so leicht und haben kürzlich mit „Meerjungfrau*mann“ das mutmaßlich erste genderneutrale Liebeslied überhaupt veröffentlicht.
Unterwasser-Pop
Die Inspiration dafür stammt aus dem Kult-Cartoon Spongebob, wo Meerjungfraumann eine Art Parodie von Marvels Aquaman darstellt. Aus dieser Persiflage wird bei Ottolien eine echte Empowerment-Hymne, für alle die aus gesellschaftlichen Normen und Schubladen ausbrechen. Begleitet von verträumten Synths und Unterwasser-Gitarren besingt das Geschwister-Duo, bestehend aus Leo und Jonas Ottolien eine andere Person: „Fremde Augen, ja, sie rufen: ‚Sieh dich doch mal an!‘ / Hör nicht auf die Blaubarschbuben, du bist meine Meerjungfrau*mann / Mein Meerjungfrau*mann“. Der Song stellt dabei die dritte Single für die EP „Gezeitenland“ dar, die am 28. Oktober erscheinen und uns tiefer in die Unterwasser-Welt von Ottolien ziehen soll.
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