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Empfehlung des Tages: Pabst – Kiss Me

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Was andere Musiker tunlichst vermeiden, darauf zielen Pabst ganz explizit ab: Übersteuerte, verzerrte Sounds, die in den Lautsprechern kratzen und mehr nach heimischer Garage als nach Tonstudio klingen. Diese Beschaffenheit ist essenziell für die Musik zwischen Grunge und Punk-Rock, die das Trio aus Berlin seit 2016 präsentiert. „Put a fucking end to the bourgeoisie!“, dröhnt es auf „Shake the desease“, einem Song des Debüt-Albums „Chlorine“. Darauf zeigen Pabst schon 2018, dass sie für eine klare Meinung und eine politische Haltung stehen, für die sie kein überspitztes Image brauchen, sondern stattdessen mit Authentizität punkten. Trotz erschwerter Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie ließen es sich die Jungs nicht nehmen, im Sommer des vergangenen Jahres ihre mit dem Berliner Produzenten Moses Schneider entstandene Platte „Deus Ex Machina“ zu veröffentlichen, mit der das Trio nicht nur Rockmusik aus Deutschland wieder groß, sondern auch Grunge-Sound von 90er-Bands wie Nirvana wieder Streaming-tauglich machten.

Nun, knapp sieben Monate nach der Veröffentlichung ihres Albums ist es Zeit für frischen Wind und neues Material aus der Punk-Rock-Garage, in der auch Pabst vermutlich einen Großteil der letzten Monate verbracht haben. „Kiss Me“ heißt die neue Single des Berliner Trios, hinter der sich eigentlich die erfolgreiche 90er-Jahre Pop-Rock-Ballade der amerikanischen Band Sixpence None the Richer verbirgt. „Kiss Me“ ist Teil des 1997 erschienenen selbstbetitelten Albums der Band und bis heute einer ihrer erfolgreichsten Tracks. Von der melancholischen Schwere des Originals ist in der aktuellen Version von Pabst jedoch kaum noch etwas zu spüren, stattdessen sorgen rotzige Gitarren-Riffs für den nötigen Kick. Dazu schreibt die Band via Instagram: „Wir haben für das neue Release nicht nur die 90s zurückgeholt sondern auch den Remix-hype der späten 2000er“, denn „Kiss Me“ erscheint zusätzlich mit einer aufregenden B-Seite, auf der sich Wahlberliner Blvth austoben durfte und Pabsts „My Apocalypse“ mit einem Blvth-typischen, melancholischen Klang sowie zeitgenössischem Hiphop-Einschlag versorgte.

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