Empfehlung des Tages: Paula Carolina – Danke Dirk
Wenn Paula Carolina von Beginn an mit ihrer Musik eines beweist, dann dass sie etwas davon versteht, die alteingesessenen, patriarchalen Zustände in unserer Gesellschaft mit einem Augenzwinkern zum Thema zu machen. Ein Paradebeispiel dafür wäre der Song „Danke Dirk“, der heute im Rahmen ihres Debütalbums „Extra“ erschienen ist.
Dirk versteht sich als Frauenheld und Dirk versendet Dick-Pics – was sich Paula Carolina natürlich nicht gefallen lässt. Stattdessen schickt sie besagten Dirk mit ironischen Zeilen für seine Straftat ins Gefängnis: „Weiß gar nicht wie ich danke sage / außer mit ner fetten Klage / er hat ne ganz fette Klage / oh Dirk dir droht die Freiheitsstrafe“.
Heftige Gitarrenriffs, NDW-Synthies und treibende Drums peitschen „Danke Dirk“ in Paula Carolina Pop-Punk-Manier voran. In „Extra“ gibt’s noch eine ganze Ladung mehr solcher punkiger Songs in spielerischem Ton, die zwischen Gesellschaftskritik und humorvollen Alltagsbeobachtungen schwanken.
Da wären Tracks wie „Angst frisst Demokratie“ in dem Paula den Rechtsruck thematisiert, „Otto Normal“, der den vermeintlich „normalen“ deutschen Durchschnittsbürger auf die Schippe nimmt oder „Willkommen in der Realität“ auf dem Paula Deutschpunk-Klassikern wie dem Ärzte-Track „Lasse redn“ und Ideals „Blaue Augen“ nachzueifern scheint.
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