Empfehlung des Tages: Phoebe Bridgers – Punisher
Vergangenen Freitag war es endlich soweit: Drei Jahre nach ihrem Debütalbum hat Phoebe Bridgers ihr zweites Album „Punisher“ veröffentlicht. Die 25-jährige Singer-Songwriterin aus Los Angeles hat in den letzten Jahren als Teil der Supergroup Boygenius mit Julien Baker und Lucy Dacus sowie mit Conor Oberst zusammen als „Better Oblivion Community Center“ Alben veröffentlicht und war weltweit auf Tour. Nun ist es wieder Zeit für ganz persönliche Themen: „Er handelt von der Nachbarschaft (Silver Lake in Los Angeles), ein wenig über Depression, aber hauptsächlich davon, Elliot Smith zu stalken und die Angst, ein Punisher zu sein“, so die gelernte Jazz-Sängerin über den Titelsong ihres neuen Werks, der ungewöhnlich schnell entstand. „Ich hab schnell aufgehört, an dem Text zu feilen, als dass ich das normalerweise tue, wenn ich Songs schreibe. Sonst überarbeite ich jeden Song bestimmt fünf Mal und diesmal hab ich direkt gesagt: „Alles klar, das ist ein einfacher Tribut-Song““ – was nicht heißt, dass der Song weniger schön oder tiefgründig als die anderen ist. Für Bridgers ist der Singer-Songwriter und Multiinstrumentalisten Elliot Smith, der 2003 in Folge zweier Stichverletzungen in seiner Brust im Alter von nur 34 Jahren gestorben ist, wie für andere die Beatles ihr größtes Vorbild. So singt sie mit ihrer zarten Stimme „And here, everyone knows you’re the way to my heart / Hear so many stories of you at the bar / Most times, alone, and some, looking your worst / But never not sweet to trust funds and punishers“ und spricht auch eine ihrer größten Ängste an – ein „Punisher“ zu sein. Dazu Bridgers: „Am schlimmsten ist es bei süßen Fans, die wirklich nur nett sein wollen und vollkommen nervös sind, aber nicht verstehen, dass du einfach nur schlafen willst, wenn sie vor deinem Tourbus stehen. Teilweise versuchen sie dann 45 Minuten lang, mit dir zu reden und du merkst, dass deine Reaktion ihnen wirklich wichtig ist, also versuchst du auch, für sie da zu sein“. So singt sie im Refrain „What if I told you / I feel like I know you / But we never met / It’s for the best“ und beschreibt, dass es wohl besser ist, sich niemals getroffen zu haben – die Angst, Smith zu verärgern wäre zu groß gewesen.
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