Empfehlung des Tages: Planningtorock – Transome
Jam Rostron ist in der Elektro-Szene durch die eigenen Producing-Fähigkeiten seit Jahren bekannt. 2018 veröffentlichte Planningtorock mit „Powerhouse“ ein sehr persönliches Album. Die Platte entstand, während die nicht-binäre Person eine Therapie anfing, und daher wurde die Musik auch dementsprechend emotional und behandelt Themen wie Familie, Missbrauch oder alte Wunden.
„Transome“ ist der zweite Track des Albums „Powerhouse“ und wie der Name der Platte schon verrät, ist der Track nicht nur sehr gut produziert, sondern vor allem auch tanzbar. Planningtorock steht mit dieser LP einmal mehr für lebensbejahende elektronische Musik und das Feiern der eigenen Queerness. Der Songname ist dabei eine eigens kreierte Zusammensetzung aus den englischen Worten „trans“ und „awesome“. Es ist ein sehr deutliches Liebeslied, dass mit minimalistischen Lyrics in der typischen heruntergepitchten Stimme auskommt, die jedoch auf den Punkt gebracht sind. „And we’re up at night / Baby you touch me right / Kissing my genders / In our bedroom light”
Das Elektro-Art-Pojekt ist bekannt für politische Statements in der Musik, wie etwa mit dem Album „All Love’s Legal“ oder der EP „Misogyny Drop Dead“, aber genauso für einzigartige Liveperformances. Jam Rostron lässt sich nicht in eine binäre Logik zwingen und zeigt einmal mehr das Gender ein Spektrum ist.
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