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Empfehlung des Tages: Provinz – Diego Maradona

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Diese Nachricht erschütterte gestern nicht nur ganz Argentinien, sondern auch Menschen auf der ganzen Welt: Die Fußballlegende Diego Maradona ist tot. Er verstarb am Mittwoch im Alter von nur 60 Jahren in seinem Haus in Tigre nördlich der argentinischen Hauptstadt an einem Herzinfarkt. Erst vor zwei Wochen war er aus dem Krankenhaus entlassen worden, nachdem ihn ÄrztInnen dort wegen einer Gehirnblutung operiert hatten. Viele Fans sind erschüttert von der Nachricht über seinen Tod, denn speziell für ArgentinierInnen ist der in Buenos Aires geboren Profispieler mehr als eine Ikone. Maradona nimmt in dem südamerikanischen Land nahezu den Stellenwert einer Gottheit ein und so rief Argentinien zu Ehren der verstorbenen Fußballlegende gestern eine dreitägige Staatstrauer aus. Doch auch in Deutschland zollen viele Prominente Diego Maradona ihren Respekt – mit dabei auch Provinz. Denn Anfang des Jahres veröffentlichen die Jungs aus dem Ravensburger Umland mit „Diego Maradona“ nicht nur den fünften musikalischen Schnipsel ihres Erstlingswerks „Wir bauten uns Amerika“, sondern auch ein Gleichnis an jugendlichen Exzess, geboren aus provinzieller Tristesse. Einfall stiftend führt Frontmann Vincent dabei unter anderem seinen Job als Filmvorführer an: „Ich war letzten Sommer im Kino und habe gearbeitet, als die Doku rauskam“, erklärt der Sänger den Ursprung seiner Begeisterung für die argentinische Fußball-Legende. In der Öffentlichkeit maßgeblich mit der „Hand Gottes“ und dem daraus resultierenden Fußball-Weltmeistertitel 86′ assoziiert, sollten spätere Drogen-Exzesse und Steuerhinterziehungen aber genauso Teil Maradonas werden. Wenn Provinz in ihrer Single also „wir schießen uns ab wie Diego Maradona“ singen, verweisen sie damit nicht nur auf eine Fußball-Analogie, sondern vor allem auf den tiefen Fall der Ikone. Im Fußball-Olymp bleibt Diego Maradona für seine unfassbaren, athletischen Leistungen jedoch auf ewig eine Zeus-artige Figur.

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