Empfehlung des Tages: RIA – Zu viel Ja
Ende Februar ist ihre erste Single überhaupt erschienen und nun folgt bereits die Debüt-EP „Intro“. Ria hat die Zeit gut genutzt und mit den Jahren genug Songmaterial angehäuft, aber wer ist die Newcomerin eigentlich? Mit bürgerlichem Namen heißt sie Maria Ahmed und kommt aus Darmstadt, doch lebt seit längerer Zeit schon in Berlin. In der Hauptstadt ist sie in der Kreativszene längst keine Unbekannte mehr, denn sie hat sich bereits als Videoproduzentin einen Namen gemacht hat. Unter andrem war sie für Musikvideos von Bausa, Veysel, Nimo oder Olexesh verantwortlich.
Nun möchte sie jedoch mit dem Soloprojekt Ria ins Rampenlicht treten und präsentiert ein sechs Track starkes Debüt voller Herzschmerz. In „Intro“ haben es ihr vor allem die Trennungen angetan, wie beispielsweise im Song „Zu viel Ja“. Mit diesen drei einfachen Wörtern beendet sie ganz nebenbei eine toxische Beziehung. G17 hat ihr dafür einen minimalistischen R&B-Beat gebaut, der absolute Retro-Stimmung aufkommen lässt. Neben den Videos gibt es aber auch auf der EP musikalische Highlights zu entdecken. Beispielsweise singt Ria in „Interlude“ komplett a cappella und zeigt damit ihre Experimentierfreudigkeit.
Mit „Intro“ schreibt die Künstlerin nicht nur das erste Kapitel ihrer Musikkarriere, sondern baut gleichzeitig auch ein solides Fundament für ihre musikalische Weiterentwicklung. Man kann also gespannt in die Zukunft blicken, wie sie die nächsten Bausteine zu einem Haus weiter anordnen wird und welche Einflüsse sie dabei zulässt.
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