Empfehlung des Tages: Rocco Vice – Der Mond
In „Der Mond“ nimmt uns Rocco Vice mit auf einen nächtlichen Spaziergang durch seine Stadt. Über den Musiker, der dieser Tage nur noch als urbane Berliner Kiez-Legende gehandelt wird, ist leider sehr wenig bekannt und auch auf Spotify und Co. ist sein musikalisches Werk sehr überschaubar. Dabei soll der Künstler zwischen 2008 und 2010 ein unverzichtbares Mitglied in den Berliner-Alt-Kneipen gewesen sein und ausgiebig um die Keipenkultur der Hauptstadt gekämpft haben. „Wenn Rocco Vice spielte, waren alle Kneipen voll“, heißt es zumindest in diversen online Berichten über das Phänomen. Wer aber ein bisschen weiter forscht, der wird nach kurzer Zeit mit folgendem Fakt überrascht: Hinter Rocco Vice steckt nämlich dasselbe Talent wie hinter Kauz und Klapse Mane, unter dessen Name der Künstler aktuell Rap-Track und -Tapes veröffentlicht. Außerdem ist er Teil der Futschis. Trotzdem ist es in den vergangenen Jahren um das Alter Ego Rocco Vice still geworden, bis 2018 das selbstbetitelte Album Rocco Vice erscheint. „Der Mond“ heißt einer der Songs auf der Platte, der den funkingen 80er-Jahre-Sound von Rocco Vice am eindrucksvollsten auf den Punkt bringt und damit das komplette Gegenteil zu den Rap-Tracks von Klapse Mane darstellt. Darin verdeutlicht Rocco Vice, dass er nicht nur Rap-Skills an den Tag legt, sondern auch ein Gesangstalent ist, dessen Stimmen authentisch über dem rhythmischen Synthesizer-Disko-Beat von „Der Mond“ tänzelt und uns thematisch mit auf einen nächtlichen Spaziergang durch die Stadt nimmt. „Die Augen schwer, Farben Matt / Spüre die Schwermut der Stadt / Die Luft ist feucht, die Gassen leer / Der Bordstein weist mir den Weg durch die Stadt“
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