Empfehlung des Tages: Romy – Deine Straße
Ob eine Freundschaft oder eine romantische Beziehung, wenn es zu Ende geht, tut es weh. Die eine Bank, an der man sich immer getroffen hat oder dieser eine Song, den man gemeinsam gehört hat, ist auf einmal unausstehlich. Das weiß auch die Newcomerin Romy. Aber Stück für Stück ändert sich das: „Und irgendwann ist deine Straße nur noch ein Weg für mich / Hör unsere Lieder und denk nicht mehr so viel an dich“. Romy wiederholt dieses „irgendwann“ wie ein Mantra für sich selbst. Ihre Stimme ist voller Hoffnung, dass es besser wird und Schmerz, der noch nicht weg ist. Manchmal stolpert sie durch eine Zeile, verschluckt das Ende oder man hört ein selbstironisches Lächeln in ihrer Stimme.
Die Melodie ist verträumt, Romys Stimme klar und der Text hart. E-Gitarre und Percussion untermalen Romys Gesang, der deutlich im Vordergrund steht. Dadurch werden den Lyrics noch mehr Kraft verliehen und die melancholische Stimmung verstärkt. Dass der Song nur 02:35 Minuten lang ist, fällt gar nicht auf, weil Romy einen ab Sekunde eins mitnimmt. Zum Ende klingt „Deine Straße“ dann mit der bittersüßen Zeile „Irgendwann ist ein Ende in Sicht“ aus.
„Was bringt mir denn der Song, wenn er nicht in deiner Playlist ist?“ Nach diesem ersten starken Release lohnt es sich auf jeden Fall Romy weiter auf dem Schirm zu haben. Vielleicht hat es „Deine Straße“ nicht in die eine Playlist geschafft, aber wir sind uns sicher, dass er bald in vielen anderen zu finden ist.
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