Empfehlung des Tages: Romy – Vermiss
Schaurig schön singt Romy vom Vermissen und es klingt ein bisschen so, als ob sie das Lied mit Tränen statt mit Tinte geschrieben hätte. „Vermiss“ ist ein detailverliebter Indie-Pop-Song, der die leisen und die lauten Töne da trifft, wo sie am meisten weh tun.
Schon wie auf „Ich schieb dich weg von mir“ spielt Romy mit einer Mischung aus Pop-Melodie und Trap-Einflüssen. Die Newcomerin wechselt zwischen Sprechgesang und zarter Ballade, während die einsetzenden Streicher dem Lied einen zerbrechlichen, aber großen Glanz verleihen. Dabei kratzt der von Biztram produzierte Song ein bisschen am Herzen.
Halb selbsteingestehend, halb anklagend singt Romy: „Du erinnerst mich oft an mich selbst / Die Unruhe vor dem Sturm / Ist es das, was mich hält / Und du legst Feuer / Dann lege ich meine Hände in dieses Feuer / Gib mir doch dein Herz oder leih es mir aus / Gib mir jetzt dein Herz sonst reiß ich’s dir raus“.
Dabei ist „Vermiss“ ein Liebeslied, was sich zwischen Wut, Sehnsucht und Zärtlichkeit bewegt. Melancholisch und behutsam klingt Romy ein bisschen nach Paula Hartmann, ein bisschen nach 2000er-Soft-Pop, wie etwa Fergie. Mit diesem wunderschönen Song zeigt Romy einmal mehr, dass sie eine vielversprechende Newcomerin ist, auf die Großes wartet!
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