Empfehlung des Tages: rosa roth – er ist anders
Nachdem im vergangenen Jahr der Begriff „performative male“ auf TikTok viral ging und sogar offline entsprechende Contests stattfanden, überrascht es kaum, dass das Phänomen nun auch in der Musik auftaucht. Die Newcomerin Rosa Roth widmet sich in ihrer Debütsingle „er ist anders“ einer ganz bestimmten Ausprägung: dem performative Indie-Boy. Was ihn ausmacht? Er spielt Gitarre in einer Band, beteuert, nicht wie die anderen Männer zu sein und bricht am Ende doch genauso konsequent Herzen. Oder wie Rosa es formuliert: „Und er sagt dir er ist anders, anders als die anderen aber glaub ihm das nicht. Seine Waffe, sein Blick.“
Rosa warnt also, denn der Heartbreak ist doppelt so schlimm, wenn man sich zuvor in zu viel Sicherheit gewogen hat. Für alle, die noch unsicher sind, ob sie selbst an einen solchen performative Indie-Boy geraten sind, liefert Rosa Roth im Song die passende Checkliste: „In der Altbauwohnung, auf dem Dielenboden, erzählt er dir von Arthouse Kino und verkippt dabei sein Glas voll Vino.“ Das dürfte einigen bestimmt bekannt vorkommen. Rosas Lösung ist am Ende kurz und simpel:„Lauf lauf lauf!“
Rosa Roth: Booty Calls am Valentinstag?
Die Berliner Musikerin verarbeitet in dem Song eigene Dating-Erfahrungen aus dem Großstadtleben: verwechselte Namen, zu früh erhaltene Liebeserklärungen mit genauso schnellem Rückzug oder nächtliche Booty Calls am Valentinstag. Diese Erlebnisse teilt sie auch auf TikTok und Instagram und stößt damit auf viel Resonanz: Schon in der Promophase erhielt der Track viel Zuspruch, nicht zuletzt wegen der eingängigen Hook, dem humorvollen Text und den treibenden Instrumentals. Gemeinsam mit Produzent Christian Jost verpasst Rosa Roth dem 2000er-Pop-Punk ein Revival. Ihrer eigenen Einschätzung nach klingt der Song wie ein Hybrid aus Avril Lavigne und Wir sind Helden nach einer wilden Nacht im Berliner Nachtleben. Wir finden, das ist im besten Sinne ziemlich akkurat!
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