Empfehlung des Tages: Sam James, Tom Blanc – Berlin
Wie genau stellt ihr euch das Leben in Berlin vor? Rasant und Aufregend? Abgefuckt und cool? Sam James erzählt euch in seinem gemeinsamen Song „Berlin“ mit Tom Blanc, wie sein Leben in der Hauptstadt aussieht.
Eine neue Ära
Wenn ihr bei „Berlin“ jetzt oldschoolige Hip-Hop-Beats und Sprechgesang erwartet habt, dann seid ihr schon längst nicht mehr up to date. 2018 startete Sam James damit, Rap-Tracks zu veröffentlichen und blieb der Bubble auch eine ganze Weile lang treu. Doch 2023 schlug der deutsch-britische Musiker mit seine letzten EP „Radioaktiv“ dann ein ganz neues Kapitel auf und stellte die Weichen für eine neue Indie-Ära.
Die neue Soundästhetik von Sam James wirkt energiegeladen und ausgelassen – ebenso wie sein neuester Track „Berlin“. Dafür holt sich Sam Unterstützung bei Kollege Tom Blanc, der sich mit seiner eigenen Musik in ähnlichen Gefilden rumtreibt. Verzerrte E-Gitarren und peitschende Drums bilden das Grundgerüst für den 2000er-Indie-Rock Song, der durch seine poppige Hook keineswegs an Eingängigkeit verliert.
Gemeinsam besingen Sam James und Tom Blanc den Zustand „gestrandet in Berlin” zu sein. Sie geben einen Einblick in die Tristesse und Hektik, die in Berlin unvermeidbar aufeinanderprallen. „Berlin“ ist ein Song über zu wenig Geld auf dem Konto, zu viel Rauch in der Lunge und der Frage: „Wirst du zu meinem Albtraum / Oder wach ich wieder auf?“ Sam James und Tom Blanc reflektieren den wilden und zugegeben klischeehaften Berlin-Lifestyle à la Sex, Drugs and Rock’n’Roll und führen damit die Geschichte aus Sams vorherigen Singles „Blackout” und „Geisterfahrt” weiter fort.
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