Empfehlung des Tages: Schorl3, Serpentin – leicht
Schluss mit lustig, haben sich Schorl3 offenbar gedacht. Ihr bisheriger Indie-Pop strotzte nur so von Ironie, doch davon hatten die Produzenten Anton und Hannes und Sänger LMO nun genug. „Als wir das Projekt Schorl3 begonnen haben, haben wir das ironische Lächeln und die latente Dümmlichkeit quasi in unseren Klappentext geschrieben“, schreibt das Trio auf Instagram.
„In dieser Zeit haben wir aber auch festgestellt, dass sich das Musikschreiben für uns immer unnatürlicher angefühlt hat“, heißt es weiter. „Wir haben uns alle nach etwas mehr Intimität in den Songs gesehnt und nach etwas, das mehr nach uns klingt. Long story short, wir haben nochmal bei null angefangen und geschaut, wohin es uns treibt.“ Das ganze Ergebnis dürfen wir ab dem 9. Februar hören, wenn Schorl3s zweites Album „songs für dich“ erscheint. Wie das Trio schreibt, haben sie es in nur einem Monat aufgenommen.
Melancholischer Herzschmerz statt ironischer Sprudelpop
Mit „südpol / nordlicht“, „overhaupt“ und „wasser fahren“ haben Schorl3 in den vergangenen Monaten bereits drei Vorab-Singles veröffentlicht. Nun ist vor dem Album-Release in einem Monat noch eine vierte draußen. Für „leicht“ hat sich das Trio die Sängerin Serpentin dazugeholt. Und wie Schorl3 angekündigt hatten, ist die Single kein ironischer Sprudelpop, sondern melancholischer Herzschmerz.
„Hatten gehofft, es wäre leicht / Doch es schmerzt nichts mehr als die Wahrheit“, singt Sänger LMO in der Hook des Songs, der eine düstere Melancholie versprüht: gedämpfter Gitarren-Sound, der im Refrain in schwermütige Synthies und einen Hip-Hop-Beat übergeht. „Wie ihr in den letzten Monaten vielleicht gemerkt habt, hat sich der Grundton unserer Musik ein wenig gewandelt“, schreiben Schorl3 auf Instagram. Das kann man so sagen. Auf ihrer Single gelingt ihnen dieser Wandel allerdings „leicht“.
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