Empfehlung des Tages: Scotch & Water – Floralia
Roadtrip-Vibes und ein Gefühl von Freiheit verpacken Scotch & Water mit Leichtigkeit in ihrer Musik. Kein Wunder, dass ihnen dieser Prozess so leichtfällt, wenn man so international unterwegs ist: Obwohl sich das Quartett erst vor drei Jahren gründet, findet sich die Gruppe schon kurze Zeit danach auf den Bühnen des Reeperbahnfestivals, wenig später sogar in den Venues Kanadas wieder. Dort spielen Scotch & Water nicht nur eine dreiwöchige Tour, sondern schreiben in menschleerer Umgebung auch ihren Song „Fear“.
Auch in ihrer aktuellen Singleveröffentlichung „Floralia“ sind Sehnsucht und Ferne zentrale, wiederkehrende Motive – diesmal jedoch nicht beeinflusst durch den Aufenthalt in den Weiten Nordamerikas. Stattdessen lässt sich der Entstehungsort ihres jüngsten Tracks auf die westlichen Anden Südamerikas eingrenzen, genauer gesagt auf Calis, eine kolumbianische Stadt südwestlich von Bogotá. Dorthin verschlägt es Sängerin Samira Christmann genau einen Tag nach dem ausverkauften Tourneeabschluss im März 2020.
Scotch & Water – Floralia
Mit von Ihrem Ausflug bringt Christmann nicht nur ein sonnengebräuntes Äußeres und tropische Urlaubsfotos zurück nach Hamburg, sondern auch spanische Textakzente in die Musik von Scotch & Water. Während ihrer Abwesenheit experimentiert Max Quentmeier mit verschiedenen Gitarren-Stimmungen und überzeugt nach ihrer Rückkehr alle Bandmitglieder von seinem tänzerischen Gitarren-Riff.
Schnell wird aus der nackten Melodie, angereichert von Hans Wedemeyer mit passenden Akkorden, eine groovende Song-Skizze. Drummer Lasse Weinbrandt bastelt anschließend aus Drum-Samples einer 70er-Jahre Orgel die treibende Drum-Machine, die die Band so mit ins Studio nach Nordfriesland nimmt, um dort gemeinsam mit dem hintergründigen fünften Bandmitglied und Produzenten Dennis Bajer „Floralia“ im Frühsommer fertig zu stellen.
Nun reiht sich „Floralia“ nahtlos in die bisherigen Veröffentlichungen der Indie-Pop-Band ein und nimmt Assoziationen wie Wanderlust und Fernweh wunderbar in sich auf – so wie wir es von Scotch & Water gewohnt sind.
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