Empfehlung des Tages: Serpentin – Wasser und Ethan
Serpentin hat dieses Jahr allen Grund, stolz auf sich zu sein. Das Jahr 2022 beendete die Newcomerin dank „Alles Scheisse“ mit einem ersten kleinen Hit – und der Chance, etwas daraus zu machen. Das ist ihr gelungen: 2023 war Serpentin viel auf Tour, hat ihre Musik mit einer eigenen Tour und zahlreichen Gastauftritten unter die Leute gebracht. Parallel dazu erschienen erfolgreiche Features mit Crystal F und Stockmann, sowie einige eigene Singles und zuletzt die „Atta“-EP, die Serpentin im November veröffentlichte. Genug für ein Jahr, möchte man meinen, doch kurz darauf veröffentlichte die Newcomerin eine weitere Single, um den finalen Punkt unter dieses Kapitel ihrer Geschichte zu setzen: „Wasser und Ethan“.
Ein Feuerwerk zum Jahresende
Wer Serpentin das Jahr über verfolgt hat, konnte zusehen und zuhören, wie eine junge Künstlern in ihren Sound hineinwächst und dabei immer selbstbewusster und souveräner wird. So ist auch „Wasser und Ethan“ wieder ein gutes Beispiel für das, was man inzwischen guten Gewissens als „Serpentin-Sound“ bezeichnen kann. Elektronischer Alternative Pop irgendwo zwischen CHVRCHES und der Neuen Neuen Deutschen Welle, mit schwerem Pathos, vor dem viele andere Newcomer:innen zurückschrecken würden. Vor der Hook setzt der atmosphärische Beat noch einmal aus, wie um Luft zu holen, für das was kommt: „Was hab ich getan? / Wir sind Wasser und Ethan“. Wenn man die beiden besungenen Stoffe zusammenführt, entsteht eine Explosion – eine Reaktion, die Serpentin eindrucksvoll demonstriert, während ihre Stimme zum Synthesizer wird und sich zur Unkenntlichkeit verbiegt.
Über den Song sagt die Musikerin auf Instagram folgendes: „Die letzte ,Atta‘ Single, dann ist dieses Kapitel komplett. Ich bin so unfassbar dankbar für alle, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben und für diesen Prozess. Diese EP zu machen hat mich näher zu mir gebracht und mich an die Oberfläche geholt, wo ich endlich besser atmen und mehr sehen kann.“ Hoffnungsvolle Worte, die man von einer Künstlerin, die ihren Fans auch ehrlich gesteht, wenn sie sich gerade in einer mentalen Krise befindet, besonders gerne hört. Mit diesem Drive gilt es jetzt ins nächste Jahr zu starten – ein stabiles Fundament hat Serpentin sich hiermit auf jeden Fall schon gebaut.
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